Faktenbox Geld

Hier finden Sie Informationen zu den Themen Budget und Finanzen.

Passende Instrumente zur Budgetplanung

Das wichtigste Instrument für eine erfolgreiche Budgetplanung ist das Haushaltsbuch. Darin können alle Einnahmen und Ausgaben erfasst werden. Am Ende eines Monats ergeben die Zahlen eine Übersicht der Konsum- und Finanzgewohnheiten.

Ob Daten auf Papier erfasst werden oder Online-Planungshilfen genutzt werden, ist eine Frage von persönlichen Vorlieben. Online-Haushaltsbücher wie der Web-Budgetplaner haben den Vorteil, dass Ausgaben sofort nach dem Bezahlen erfasst werden können und die Auswertung automatisch erfolgt.

Einkaufen

Wer seine Kosten für Einkäufe senken möchte, sollte einen kritischen Blick auf die eigenen Konsumgewohnheiten werfen. Häufig lässt sich durch bestimmte Verhaltensänderungen, z. B. Einkauf streng nach Einkaufsliste und Verzicht auf spontane Belohnungskäufe (wie das Kleidungsstück nach einem anstrengenden Arbeitstag) viel Geld sparen.

Billig einkaufen spart nicht immer Geld. Im Gegenteil: Wer nur auf den Preis achtet, zahlt unter Umständen sogar drauf. Schließlich sollen Waren nicht nur günstig, sondern auch lange nutzbar, haltbar oder gesund sein. Beim täglichen Einkauf stehen die meisten nicht vor dem Problem, ob sie ein bestimmtes Produkt bekommen, sondern vor der Frage, welches sie nehmen sollen. Mit seiner Wahl bestimmt jeder Einzelne darüber mit, was in Geschäften angeboten wird. Es spielt eine große Rolle, wie etwas hergestellt wurde, wer es hergestellt hat und wie es zum Verbraucher transportiert wird. Weitere Tipps, um die Kosten der Haushaltsführung zu senken enthält der Ratgeber Ökologisch haushalten.

Mietnebenkosten

Die Nebenkosten, oft als zweite Miete bezeichnet, machen einen hohen Anteil der festen Kosten eines Haushalts aus. Der Deutsche Mieterbund hat durchschnittlich 2,19 Euro pro Quadratmeter an Nebenkosten ermittelt. Dazu kommen Energie und Wasser, Telefon/Internet, Rundfunkbeitrag sowie gegebenenfalls ein Kabelanschluss.

Grundsätzlich müssen Mieter nur für die Kosten zahlen, die ausdrücklich im Mietvertrag genannt wurden. Der Vermieter ist verpflichtet, diese Nebenkosten übersichtlich zusammenzustellen und sie innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Abrechnungsperiode abzurechnen.

Bei den Kosten für Heizung, Strom oder Warmwasser sind in den meisten Haushalten große Einsparpotenziale vorhanden. Durch einen Wechsel des Stromanbieters kann man durchschnittlich mehr als 30 Prozent der Kosten sparen. Mit einem Tarifrechner lässt sich der passende und günstigste Stromanbieter finden. Viele praktische Tipps und Anregungen für nachhaltiges Haushalten enthält der Ratgeber Ökologisch haushalten.

Nebenkostenabrechnungen überprüfen 

Tariffinder für Stromanbieter 

Tariffinder für Gas-Anbieter 

Energie-Spartipps 

„Ratgeber Energie“ der Bundesregierung

Kommunikation

Bei jedem Neuvertrag für ein Handy, den Internet- oder Festnetzanschluss sollten die Gesamtkosten – z. B. für zwei Jahre – betrachtet werden. Für alle, die viel telefonieren oder surfen, eignen sich Flatrates. Hier bezahlt man einen Pauschalpreis. Auch kann heute mit sogenannten Homezones, die bestimmte Mobilfunkanbieter bereitstellen, ein klassischer Festnetzanschluss ersetzt werden.

Festnetz: Die Zahl der Telefonanbieter und der Tarife ist hoch, doch nicht jedes Angebot kann überall in Deutschland genutzt werden. Welche Anbieter und Tarife am Anschlussort verfügbar sind, sollte vor Vertragsabschluss erfragt werden.

Handy: Neben einmaligen Kosten für die Anschlussgebühr und einer eventuellen Zuzahlung für das Handy fallen bei jedem Vertrag regelmäßige, monatliche Kosten an: Gebühren für den Tarif oder zusätzliche Leistungen (z. B. Telefonate über die gebuchten Freiminuten hinaus). Ist der Kauf eines Handys oder Smartphones Teil des Vertrags, wird der Gesamtpreis in Raten zerlegt, die man ebenfalls monatlich zahlt.

Internet: Die Kosten für einen Internetzugang hängen von der technischen Leistungsfähigkeit ab. Man sollte klar definieren, welche Ansprüche man an die Geschwindigkeit des Internets hat. Wer Filme via Internet ausleihen möchte, braucht einen schnelleren Zugang als derjenige, der nur E-Mails verschicken und gelegentlich surfen will. Zahllose Dienste erlauben es, kostenlos über das Internet zu telefonieren (Voice over IP). Dazu wird eine Software für PC, Laptop oder Smartphone benötigt. Außerdem muss das Gerät, das für die Gespräche genutzt werden soll, über Mikrofon und Lautsprecher verfügen.

Telefonieren übers Internet

Vorwahlnummern für Festnetzanschlüsse

Handytarife im Vergleich 

Telefonanbieterwechsel

Internetzugänge und -kosten im Überblick

Sparziele bestimmen

Wer regelmäßig und über einen langen Zeitraum einen Teil seines Einkommens zur Seite legen will, braucht dafür Gründe. Sparen fällt leichter, wenn man weiß wofür: z. B. für den nächsten Urlaub, neue Möbel, die eigenen vier Wände.

Mit einer Aufstellung lassen sich Wünsche und Ziele besser planen: Was will ich wann tun und wie viel Geld benötige ich dafür? Vermögensaufbau ähnelt in vielen Punkten dem Sport. Mit andauerndem Training und dem richtigen Fitnessprogramm lassen sich auch ehrgeizige Ziele erreichen. Für die eigene Vermögensplanung heißt das: Wünsche aufschreiben (was? wann?) und den dafür benötigten Geldbetrag ermitteln.

Hilfe bei der Planung gibt die Broschüre Geldanlage kompakt.

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Überblick verschaffen

Daten fürs Haushaltsbuch erfassen Wer mehr aus seinem Budget machen will, muss wissen, wie es um Einnahmen und Ausgaben seines Haushalts bestellt ist. Dazu sollten zunächst alle E
Passende Instrumente zur Budgetplanung Das wichtigste Instrument für eine erfolgreiche Budgetplanung ist das Haushaltsbuch. Darin können alle Einnahmen und Ausgaben erfasst werden
Das Budget richtig auswerten Wer über seine Einnahmen und Ausgaben Buch führt, hat nicht automatisch mehr in der Kasse. Allerdings weiß man, wo das Geld geblieben

Glossar

Einkünfte aus Kapitalvermögen wie Zinsen, Dividenden, Veräußerungsgewinnen aus Wertpapieren, sind steuerpflichtig. Alle Erträge oberhalb des Sparerpauschbetrags (801 Euro für Ledige, 1.602 Euro bei zusammen veranlagten Ehepaaren) werden in Höhe von 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer besteuert.

Unter einer Abrechnungsperiode wird ein Abrechnungszeitraum für die Betriebskosten einer Immobilie verstanden. In der Regel beträgt die Abrechnungsperiode ein Kalenderjahr. 

Der Abruf- oder Rahmenkredit ist eine Mischform aus Raten- und Dispositionskredit. Dem Kreditnehmer wird innerhalb eines festen Kreditrahmens Geld zur Verfügung gestellt, das er jederzeit abrufen kann.

Ein Abschlag ist eine Teilzahlung, z. B. für die Stromnutzung. Dabei zahlt der Nutzer kleinere Beträge im Voraus – die Endabrechnung mit einer Nachforderung oder Rückzahlung folgt dann nach einem vereinbarten Zeitraum (z. B. nach einem Jahr).

Die Kosten für Risikoprüfung, Vertragsunterlagen, Personal, Provision usw. werden in den Abschlussgebühren für eine Versicherung an den Versicherungsnehmer weitergegeben.

Der Aktien-Inhaber ist Miteigentümer an den Vermögenswerten des Unternehmens und an dessen wirtschaftlicher Entwicklung beteiligt. Die Aktie selbst ist ein Wertpapier, in dem das Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft verbrieft ist.

Aktienfonds investieren das Geld ihrer Anleger überwiegend in Aktien.

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind vorformulierte Vertragsbedingungen. Sollen sie Bestandteil eines Vertrags werden, muss der Verwender (das Geldinstitut) den Verbraucher ausdrücklich auf die AGB hinweisen. Das kann auch durch den Aushang der AGB an deutlich sichtbarer Stelle geschehen.

Altersrenten sind Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung, die im Alter die Absicherung des Lebensunterhalts sichern sollen. Unterschieden wird zwischen der Regelaltersrente, der Altersrente für langjährig Versicherte und der Altersrente für Schwerbehinderte.

Wer 35 Jahre versicherungspflichtig beschäftigt war, hat Anspruch auf die Altersrente für langjährig Versicherte sobald er 67 Jahre alt ist. Für die Geburtsjahrgänge zwischen 1947 und 1964 gelten abweichende Altersgrenzen. Ab dem 63. Lebensjahr kann man frühzeitig in Rente gehen. Das Gesetz sieht in diesem Fall einen Abschlag (Malus) vor: Jeder Monat, den man früher in Rente geht, mindert die künftige monatliche Zahlung um 0,3 Prozent.

Arbeitnehmer, die aus gesundheitlichen Gründen früher in den Ruhestand gehen müssen, haben Anrecht auf eine Altersrente für Schwerbehinderte. Dabei gelten Altersgrenzen. Voraussetzung ist, dass 35 Jahre Beiträge gezahlt wurden. Zudem muss eine Schwerbehinderung von mindestens 50 Prozent bestehen.

Mit Amortisation wird die termingerechte Rückzahlung einer geschuldeten Geldsumme bezeichnet. 

Die Angestelltenversicherung ist ein Zweig der gesetzlichen Rentenversicherung. In ihr sind alle als Angestellte beschäftigten Personen pflichtversichert. Träger der Angestelltenversicherung ist die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) mit Sitz in Berlin.

 

Der Zeitraum, in dem ein Anleger sein Geld investieren möchte, wird als Anlagehorizont bezeichnet.

Anleihen, auch Schuldverschreibungen oder Renten, sind ein Sammelbegriff für festverzinsliche Wertpapiere. Mit einer Anleihe nehmen Unternehmen oder Staaten längerfristige Kredite über die Börse auf.

Eine Annuität bezeichnet eine regelmäßige Leistung (z. B. monatlich, quartalsweise, jährlich) zur Verzinsung und Tilgung einer Schuld. Die Zusammensetzung dieser gleich bleibenden Rate verschiebt sich mit der Zeit stärker zugunsten der Tilgung.

Darlehen mit gleichbleibenden Rückzahlungsraten werden Annuitätendarlehen genannt.

Rentenrechtliche Zeiten, in denen zwar keine Beiträge gezahlt wurden, die aber für die besonderen Wartezeiten (35 Versicherungsjahre) berücksichtigt werden, heißen Anrechnungszeiten. Darunter fallen: Zeiten der Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Rehabilitation (z. B. ein Kuraufenthalt nach einem schweren Unfall); Zeiten der Arbeitslosigkeit (Monate, in denen Leistungen vom Arbeitsamt bezogen werden); Zeiten der Schwangerschaft/Mutterschaft bei Unterbrechung einer versicherungspflichtigen Beschäftigung; Schulbesuch nach dem 17. Lebensjahr und Fach- oder Hochschulbesuch, insgesamt höchstens acht Jahre. Außerdem gibt es Kindererziehungszeiten.

Eine staatliche Geldzulage, um das Sparen von Arbeitnehmern zu fördern. Sie ist an bestimmte Geldanlageformen und ein Maximaleinkommen gebunden.

Beim Erwerb eines Fondsanteils fallen einmalige Gebühren an, die als Ausgabeaufschlag bezeichnet werden.

Unter Auslandsüberweisungen versteht man weltweite Zahlungen, die auch in anderen Währungen als in Euro beauftragt werden. Sie werden als „Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr“ bezeichnet. Davon zu unterscheiden sind SEPA-Überweisungen. Diese können in Euro grenzüberschreitend in Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sowie Monaco und der Schweiz erfolgen.

Eine Ausschüttung ist die Auszahlung von Gewinnen in Form einer Dividende an Besitzer von Aktien oder als Verzinsung bei Anleihen.

BAföG ist die Abkürzung für Berufsausbildungsförderungsgesetz. Es regelt die staatliche Unterstützung für Schüler und Studierende.

Ein Sparvertrag, den ein Geldanleger mti einer Bausparkasse abschließt, um eine Immobilie zu finanzieren. Nach dem Ansparen eines Mindestsparguthabens wird der Vertrag "zugeteilt": Das Guthaben wird ausgezahlt und der zur Bausparsumme fehlende Teil als Darlehen ausgegeben.

Beiträge zur Rentenversicherung müssen nur bis zum Bruttoverdienst von 76.200 Euro jährlich bzw. 6.350 Euro monatlich (West) und 68.400 Euro jährlich bzw. 5.700 Euro monatlich (Ost) geleistet werden. Die Bemessungsgrenze wird jedes Jahr neu festgesetzt.

Beitragsfreie Zeiten sind rentenrechtliche Zeiten, in denen keine Beiträge entrichtet werden. Dennoch spielen diese Zeiten zur Ermittlung des Rentenanspruchs und bei der Rentenberechnung eine Rolle. Zu den wichtigsten beitragsfreien Zeiten zählen Anrechnungszeiten und Zurechnungszeiten.

Welchen Ertrag der Kunde am Ende der Vertragslaufzeit tatsächlich auf seine eingezahlten Beiträge erhält, gibt die Beitragsrendite oder Ablaufrendite an.

Der Beitragssatz ist der Anteil des Einkommens, der für die gesetzlichen Sozialversicherungen gezahlt werden muss. In der Rentenversicherung beträgt er 18,7 Prozent. Die Hälfte davon zahlt der Arbeitgeber.

Beitragszeiten sind die Jahre, in denen Beiträge an die Rentenkasse abgeführt wurden. Dabei ist es unerheblich, ob sie im Rahmen einer Pflichtversicherung (bei abhängig Beschäftigten) oder als freiwillige Beiträge (bei Selbständigen) geleistet wurden.

Benchmark ist der Maßstab dafür, wie eine einzelne Geldanlage im Vergleich zum Gesamtmarkt abgeschnitten hat. Als Benchmark werden meist Indizes wie DAX oder MSCI verwendet.

Dokumentation der Anlageberatung für Privatanleger zum Schutz des Anlegers. Beratungsgespräche über Wertpapiere müssen von Anlageberatern protokolliert werden. Das Beratungsprotokoll muss dem Verbraucher nach dem Gespräch und vor Geschäftsabschluss ausgehändigt werden.

Pflegebedürftige, die in 2016 bereits Leistungen beziehen, werden 2017 automatisch in einen Pflegegrad übergeleitet und erhalten nicht weniger Leistungen als zuvor. Dieser Schutz gilt ein Leben lang, auch beim Wechsel der Kranken- und Pflegekasse.

Der Wert einer Anlage (z.B. durch eine Versicherungsgesellschaft oder ein Unternehmen) kann zum aktuellen Zeitpunkt anders sein als beim Kauf. Dieser Unterschied im Zeit- und Buchwert hießt Bewertungsreserve oder stille Reserve/Rücklage.

Bezugsrecht ist ein Begriff aus dem Aktienrecht. Es gewährt einem Aktionär das Recht, bei einer Kapitalerhöhung eines Unternehmens mit neuen Aktien bedacht zu werden. 

BIC steht für „Business Identifier Code“ und bezeichnet die international standardisierte Bankleitzahl (auch als „SWIFT-Code“ bezeichnet).

Der Begriff „Blue Chips“ bezeichnet die besten Aktien eines Marktes, zumeist renommierte Unternehmen. Der DAX besteht aus 30 „Blue Chips“.

Die vermutete Zahlungsfähigkeit und Zahlungsbereitschaft von Personen wird mit Bonität oder Kreditwürdigkeit bezeichnet.

Brutto bezeichnet die Gesamtheit der Einkünfte ohne Abzug von Steuern und Sozialabgaben.

Nachdem von den Einnahmen eines Haushalts alle festen Ausgaben (z. B. Miete) abgezogen wurden, bleibt das Budget für die Konsumausgaben (z. B. Essen, Kleidung) übrig. Der Begriff Budget wird auch für eine festgelegte Summe Geld verwendet, die für einen bestimmten Zweck vorgesehen ist (z. B. Urlaubsbudget).

Ein Guthabenkonto, das jeder Privatperson in Deutschland zusteht. Das Bürgerkonto oder Jedermann-Konto darf nicht mehr als ein vergleichbares Girokonto mit Überziehungsmöglichkeit kosten.

Mit einer Bürgschaft verpflichtet sich ein Bürge, für die Schulden eines Dritten zu haften.

Investiert man regelmäßig einen gleich hohen Betrag in eine Geldanlage, bekommt man je nach Tageskurs eine unterschiedliche Anzahl der Anlagepapiere. Das führt dazu, dass Anleger auf lange Sicht immer die optimale Menge an Anlagetiteln zu einem Durchschnittspreis kaufen.

DAX ist die Abkürzung für Deutscher Aktienindex und enthält die 30 größten und umsatzstärksten deutschen Aktien.

Dachfonds sind Wertpapierfonds, deren Fondsvermögen nicht aus einzelnen Wertpapieren besteht, sondern sich aus Anteilen anderer Investmentfonds zusammensetzt. Dadurch soll für den Anleger eine größere Risikostreuung erreicht werden.

Ein Darlehen (Kredit) ist ein Vertrag, bei dem ein Kreditgeber einem Kreditnehmer Geld für einen bestimmten Zeitraum überlässt.

Sich wiederholende Zahlungen, die in gleicher Höhe anfallen (z. B. Miete), können per Dauerauftrag zu einem festen Zeitpunkt überwiesen werden.

Die Versicherungssumme eines Versicherungsvertrags, die nach einem Schaden maximal zur Verfügung steht.

Das Depotkonto ist eine Verwahrmöglichkeit für Wertpapiere bei einem Kreditinstitut.

Devisen sind Fremdwährungen wie Schweizer Franken, englisches Pfund oder amerikanischer Dollar.

Die mögliche Höhe eines Dispositionskredits, der Disporahmen, orientiert sich an den regelmäßigen Gehalteingängen oder Nettoeinkünften.

Geldinstitute ermöglichen Inhabern von Girokonten nach Vertragsabschluss unbefristet, ohne jeweils erneuerten Kreditantrag über mehr Geld zu verfügen, als auf dem Konto vorhanden ist. Dieser Kredit wird Dispositionskredit (Dispo) genannt.

Mit der Verteilung (Diversifikation) des Vermögens auf unterschiedliche Anlageformen soll eine ausgewogene Risikostreuung erreicht werden.

Die Dividende ist der Anteil am Gewinn des Unternehmens, der jährlich pro Aktie an die Aktionäre ausgezahlt wird. Die Höhe der Dividende wird bei der Jahresversammlung der Aktionäre festgelegt.

Der bekannteste US-Börsenindex ist der Dow-Jones-Index. Er besteht aus 65 Aktien, die an der New York Stock Exchange, der New Yorker Börse, gehandelt werden.

Der Durchschnittsverdienst (auch: Durchschnittsentgelt) ist ein statistischer Wert zur Rentenberechnung. Er spielt bei Ermittlung der persönlichen Entgeltpunkte eine Rolle. 

Der Effektivzins (effektiver Jahreszins) erfasst die tatsächlichen jährlichen Kosten eines Kredits. Er wird als jährlicher Prozentsatz des Kredits angegeben.

Der Eigentumsvorbehalt ist eine vertragliche Regelung: Ein Produkt bleibt bis zur endgültigen Bezahlung Eigentum des Verkäufers.

Einlagen sind Gelder von Kunden, die bei Geldinstituten auf Spar-, Termin- und Girokonten verwahrt werden.

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt die Guthaben auf Spar-, Termin- und Girokonten bei Geldinstituten bis zu 100.000 Euro pro Person. Sparkassen bieten über ihren Einlagensicherungsfonds einen Schutz, der über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht.

Ein Einzelkonto ist ein Konto, das nur einen Inhaber hat. 

Unter Einzelposten werden die einzelnen Buchungen auf einem Konto verstanden. 

Electronic Cash ist ein Verfahren, bei dem per Girocard (z. B. SparkassenCard oder Bankkarte) und PIN bezahlt wird. Während des Bezahlvorgangs findet eine Sicherheitsprüfung (z. B. „Karte gestohlen“ und „Kontostand ausreichend“) statt.

Emission nennt man die erstmalige Ausgabe von Aktien oder Anleihen durch ein Unternehmen oder einen Staat.

Entgeltpunkte drücken das Verhältnis des individuellen Verdienstes zum Durchschnittsverdienst aller Versicherten aus. Einen ganzen Entgeltpunkt bekommt der, dessen Einkommen genau dem Jahresdurchschnittsverdienst aller Versicherten entsprach.

Entgeltumwandlung bezeichnet die Umwandlung von Gehalts- oder Lohnbestandteilen für die betriebliche Altersvorsorge.

Erwerbsminderungsrenten sind Teil der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie werden gezahlt, wenn jemand nach einem Unfall oder wegen einer Erkrankung nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeiten kann. Voraussetzung: mindestens 60 Monate (fünf Jahre) Versicherungszeit und in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Berufsunfähigkeit mindestens 36 Monate Beitragszahlungen.

Der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) umfasst neben den Ländern der europäischen Union Norwegen, Island und Liechtenstein.

Familienversicherung meint die beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen der in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Mitglieder.

Festgeld ist ein Geldbetrag, der für eine bestimmte Zeit angelegt ist und vor Ablauf dieser Frist nicht verfügbar ist. Dafür bekommt man einen festgelegten Zins.

Eine von Investmentgesellschaften oder Kreditinstituten aufgelegte Sammlung verschiedener Anlagewerte heißt Fonds. An ihnen können sich einzelne Anleger beteiligen.

Der aktuelle Wert eines Anteils errechnet sich aus dem Wert des Fondsvermögens, geteilt durch die Gesamtzahl der ausgegebenen Anteile.

Fondssparen beschreibt den regelmäßigen Erwerb von Fondsanteilen (beispielsweise monatlich).

Freibetrag ist ein Begriff aus dem Steuerrecht. Er meint die Freistellung eines bestimmten Betrags von der Besteuerung.

Ein Anleger kann sein Kreditinstitut beauftragen, anfallende Kapitalerträge in Höhe des Sparerpauschbetrags (801 Euro für Ledige, 1.602 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare) vom automatischen Steuerabzug freizustellen. Ohne diesen Auftrag führt das Kreditinstitut Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an das Finanzamt ab.

Die Höchstverzinsung, die ein Versicherer seinen Kunden für die angesparten Beiträge garantieren darf. Der Garantiezins ist gesetzlich festgelegt.

Auf den Mikrochip einer Girocard können bis zu 200 Euro geladen werden. Beim Bezahlen mit dem vorhandenen Betrag der Geldkarte ist dann keine Unterschrift oder PIN nötig.

Geldmarktfonds sind Investmentfonds, die zu 100 Prozent in Geldmarktinstrumente wie Festgelder oder festverzinsliche Wertpapiere mit kurzen Restlaufzeiten investieren.

Ein Gemeinschaftskonto ist ein Konto mit zwei oder mehr Kontoinhabern.

Die Gesamtkreditsumme umfasst neben dem Kreditbetrag auch die zu zahlenden Zinsen sowie mögliche Provisionen.

Die Girocard (früher: EC-Karte) ist die Kundenkarte zum Girokonto. Mit ihr kann man Geld abheben oder bargeldlos bezahlen.

Eine kontaktlose Bezahlmöglichkeit, bei der die Karte nur noch an das Lesegerät gehalten werden muss. Eine PIN oder Unterschrift sind nicht mehr nötig.

Ein Gläubiger ist eine Person oder Institution, die Ansprüche gegenüber einem anderen hat.

Der Grundfreibetrag sichert das Existenzminimum. Für Einnahmen bis 8.820 Euro jährlich müssen keine Steuern gezahlt werden.

Sollen Grundstücke zur Absicherung eines Kredits dienen, muss das vertraglich geregelt werden. Dazu werden dem Kreditgeber Grundpfandrechte wie Hypotheken oder Grundschuld eingeräumt. Kommt der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht nach, kann der Kreditgeber das verpfändete Grundstück verwerten, es z. B. zwangsversteigern lassen.

Eine Grundschuld ist ein Grundpfandrecht, das an keine bestimmte Forderung gebunden ist. Es besteht eine dingliche Haftung, das heißt, es haftet nur das Grundstück nicht der Kreditnehmer. 

Guthabenkonten sind eine Sonderform des Girokontos: Überweisungen, Auszahlungen oder Daueraufträge sind nur möglich, solange das Konto im Plus steht, also ein Guthaben aufweist.

Bei der Hypothek tritt der Hypothekennehmer die Rechte an einer Immobilie ab, um im Gegenzug andere Leistungen (in der Regel Geldleistungen) in Form eines Darlehens zu erhalten. Die Hypothek gilt nur für eine ganz bestimmte Forderung und besteht nur so lange, wie diese noch nicht voll getilgt ist. Bis zur Tilgung der Schuld haftet der Kreditnehmer mit seinem gesamten Vermögen.

IBAN steht für „International Bank Account Number“. Sie ist eine standardisierte internationale Bankkontonummer, die für nationale und internationale Zahlungen verwendet wird.

Immobilienfonds investieren die Gelder der Anleger in Immobilien. Die Rendite ergibt sich z. B. aus ausgeschütteten Mieterträgen und möglichen Wertsteigerungen.

Fonds, die einen bestimmten Index (z. B. den DAX oder andere Indizes) möglichst exakt nachbilden, heißen Indexfonds.

Indizes ist die Mehrzahl von Index. Ein (Aktien-)Index ist eine Kennziffer zur Darstellung von Kurs- oder Wertentwicklungen ausgewählter Aktienkurse, z. B. des DAX oder des MSCI.

Bei privaten Rentenversicherungen kann üblicherweise gewählt werden: Entweder man lässt sich die Versicherungssumme einmalig auszahlen (Kapitalwahlrecht) oder man wählt monatliche Rentenzahlungen.

Kappungsgrenzen sind gesetzliche Regelungen, die bestimmen, dass die Miete innerhalb einer bestimmten Zeit nicht mehr als um einen bestimmten Prozentsatz erhöht werden kann. Kappungsgrenzen gelten auch dann, wenn ortsüblich eine höhere Miete möglich wäre.

Wenn man einen Geldbetrag nicht bar, sondern mit einer Girocard oder Kreditkarte bezahlt, spricht man von einer Kartenzahlung. Die Kartenzahlung kann mit der Abfrage einer PIN abgewickelt werden („Electronic Cash“) oder per Unterschrift. Mit letzterem erteilt man dem Händler die Erlaubnis, den Betrag per Lastschrift vom Konto einzuziehen und eine Datenbank mit Bonitätsinformationen zu nutzen. Einige Händler geben außerdem Kundenkarten aus, mit denen man bargeldlos zahlen kann.

Bei Vermietungen wird unter Kaution eine Mietsicherheit in Form eines Geldbetrags verstanden. Hierauf kann der Vermieter zurückgreifen, wenn Mieter ihren Miet- oder Schadensersatzpflichten nicht nachkommen.

Kindererziehungszeiten werden Pflichtbeitragszeiten genannt, für die Beiträge als gezahlt gelten oder tatsächlich vom Bund an die Rentenversicherung gezahlt werden. Für Geburten ab 1. Januar 1992 werden der oder dem Erziehenden die ersten drei Jahre nach der Geburt des Kindes als Erziehungszeit angerechnet, für Geburten vor dem 1. Januar 1992 zwei Jahre ("Mütterrente").

Konditionen sind Voraussetzungen oder Vorbedingungen, die vertraglich geregelt werden.

Ein Kontoauszug ist die Aufstellung aller Umsätze eines Bankkontos zu einem aktuellen Datum.

Das Kreditinstitut führt bei einer Kontopfändung Guthaben von einem Giro- oder Sparkonto an die Gläubiger des Kontoinhabers ab.

Eine Kontovollmacht ist ein juristisches Dokument, das einem Dritten erlaubt, über ein Konto zu verfügen.

In der Regel wird der Nettokredit, also die gewünschte Kreditsumme, auf ein Girokonto ausgezahlt. Ausnahmen sind Abruf- oder Rahmenkredite, die auf einem separaten Kreditkonto zur Verfügung gestellt werden.

Eine Karte, die von einer Bank oder Sparkasse herausgegeben wird und die weltweit für Bargeldverfügungen und bargeldloses Bezahlen eingesetzt werden kann. Der Karteninhaber nutzt dabei das weltweite Akzeptanznetz eines Kreditkartenunternehmens.

Der Kreditvertrag regelt die Kreditbedingungen wie z. B. Kredithöhe, Kosten, Zahlungsplan, ggf. Sicherheiten und Kündigungsfristen.

Der Preis für Wertpapiere wie Aktien, Anleihen und Fonds, die an der Börse gehandelt werden, heißt Kurswert. Der Kurs, zu dem gehandelt wird, ergibt sich aus Angebot und Nachfrage.

Beim Lastschrifteinzug zieht der Zahlungsempfänger Geld von einem anderen Konto ein.

Die Laufzeit ist der vertraglich vereinbarte Zeitraum, innerhalb dessen ein Kredit und die dafür aufzuwendenden Zinsen zurückgezahlt werden müssen.

Bei einem Kauf gibt das Limit den maximalen Preis an, zu dem der Makler das Wertpapier kaufen soll, bei einem Verkauf definiert es den Mindestkurs.

Eine Mahnung ist eine schriftliche Zahlungsaufforderung. Mit einer Mahnung wird ein Schuldner daran erinnert, dass er seinen Zahlungsverpflichtungen zu einem vereinbarten Termin nicht nachgekommen ist.

Die Abkürzung MiFID steht für „Markets in Financial Instrument Directive“, Richtlinie der Europäischen Union (EU), die Transparenz und Anlegerschutz des Wertpapierhandels innerhalb Europas erhöhen soll.

Die Untergrenze einer Versicherungssumme, die im Schadensfall gezahlt wird. Bei der Kfz-Versicherung ist sie vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

Gemischte Fonds können sowohl in Aktien als auch in Rentenpapiere investieren.

MSCI ist die Abkürzung für „Morgan Stanley Capital International“, globale Aktienindizes, die als Vergleichsmaßstab für die Entwicklung einer Geldanlage dienen.

Nebenkosten fallen zusätzlich zu einem Hauptbetrag an. Beim Immobilienkauf sind das z. B. Grunderwerbsteuern sowie Makler- und Notargebühren. Bei Vermietungen werden darunter Abschlagszahlungen z. B. für Heizung, Wasser, Müll verstanden.

Netto bezeichnet die Gesamtheit der Einkünfte nach dem Abzug von Steuern und Sozialabgaben.

Der Nettokreditbetrag ist die Summe, die dem Kreditnehmer nach Abschluss des Kreditvertrags ausgezahlt wird.

Der Nominalzins ist ein rechnerischer Wert, der die Höhe der jährlichen Zinsen für einen Kredit angibt. Er wird auch Sollzins genannt.

Oder-Konten sind Gemeinschaftskonten mit mehreren Inhabern. Jeder kann eigenständig über das Konto verfügen.

Pacht ist die mietähnliche Überlassung von Flächen (z. B. landwirtschaftlichen Flächen oder Gartengrundstücken) auf Zeit gegen ein Entgelt.

Über eine Pauschale werden Leistungen zu einem festen Preis abgerechnet und das unabhängig davon, wie häufig sie genutzt wurden.

Performance ist das englische Wort für „Darstellung“. Damit ist die Wertentwicklung oder Veränderung einer Geldanlage innerhalb einer festgelegten Zeit gemeint.

Mit den Pflegestärkungsgesetzen ändert sich die Einstufung in fünf Pflegegrade. Bei der Begutachtung steht der Grad der Selbstständigkeit im Mittelpunkt. Es werden auch geistige und psychische Beeinträchtigungen berücksichtigt.

PIN steht für Persönliche Identifikationsnummer. Sie ist eine mehrstellige Zahlenkombination, mit der Bank- oder Geldgeschäfte genehmigt werden können.

Die Zusammenstellung unterschiedlicher Wertpapiere nennt man Portfolio. In der Regel werden dabei mehrere Anlageklassen z. B. Aktien, Anlagen und Immobilien gemischt.

Für die Vermittlung von Verträgen oder den Verkauf eines Wertpapiers bekommt der Anlageberater oder Vermittler ein Entgelt. Die Provision wird meist von dem Unternehmen gezahlt, für das der Vermittler einen Vertrag verkauft hat. Über mögliche Provisionszahlungen muss der Kunde informiert werden.

Das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) sichert ein Mindestguthaben von 1.073,88 Euro für eine Einzelperson vor der Kontopfändung. Jedes einzeln geführte Girokonto kann in ein P-Konto umgewandelt werden.

Auf Kapitaleinkünfte wird direkt an der „Quelle“, bei dem jeweiligen Finanzinstitut, eine Ertragssteuer auf Zinsen und Dividenden, die Abgeltungssteuer, erhoben.

Ein Ratenkredit wird über die festgelegte Laufzeit in festen Raten (Teilzahlungen eines Gesamtbetrags) zurückgezahlt. 

Der Realzins beschreibt den Zinsertrag unter Berücksichtigung von Inflation oder Deflation.

Der Rechnungsabschluss ist die Kontoabrechnung aller Eingänge und Abgänge einschließlich Zinsen und Entgelte. Er wird dem Kontoinhaber meist alle drei Monate zugeschickt. Bis zu sechs Wochen nach dem Erhalt kann man Widerspruch gegen die Abrechnung einlegen.

Anspruch auf die Regelaltersrente hat jeder, der für mindestens fünf Jahre Beitragszahlungen geleistet und das 67. Lebensjahr vollendet hat. Für die Geburtsjahrgänge zwischen 1947 und 1964 gelten abweichende Altersgrenzen.

Der Anspruch auf Schadenersatz wird auch Regressanspruch genannt.

Der Gesamtwert einer Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Betrag ist die Rendite. Für Dividenden, Kursgewinne und Zinsen meist in Prozent und für ein Jahr angegeben.

Fonds, die überwiegend oder ausschließlich in festverzinslichen Anleihen anlegen, heißen Rentenfonds.

Bei den für die Rentenberechnung wirksamen Zeiten (rentenrechtliche Zeiten) wird unterschieden zwischen Beitragszeiten, Anrechnungszeiten und Zurechnungszeiten.

Eine Restschuldversicherung zahlt je nach Vertragsart den Kredit zurück, wenn ein Kreditnehmer stirbt, erkrankt oder arbeitslos wird.

Die Riester-Rente ist eine Form der privaten Altersvorsorge, die staatlich gefördert wird. Dafür ist diese zusätzliche Rente im Ruhestand steuerpflichtig. Förderungsfähig sind Beiträge zur privaten Rentenversicherung, zu Bausparverträgen, Fonds- und Banksparplänen.

Kündigt man einen Versicherungsvertrag vorzeitig, erhält man nur einen Betrag, der deutlich unter der Summe der eingezahlten Beiträge liegt. Dieser Rückkaufwert ist in jeder Standmitteilung der Versicherung angegeben.

Eine Urkunde, mit dem ein Kunde sein Kreditinstitut anweist, sofort eine Summe an einen bestimmten Empfänger auszuzahlen. Beim Verrechnungsscheck wird nicht bar gezahlt, sondern per Gutschrift an das Konto des Empfängers.

Schlichtungsstellen vermitteln bei Streitigkeiten zwischen Kunde und Kreditinstitut mit dem Ziel einer außergerichtlichen Einigung.

Die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“, Abkürzung: Schufa, ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Kreditinstitute. Sie sammelt Daten über den Kreditnehmer, um damit seine Kreditwürdigkeit beurteilen zu können.

Aus den gespeicherten Daten errechnet die Schufa, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Kunde in Zukunft seine Raten zurückzahlt. Dieser Vergleichswert (engl: „Score“) wird alle drei Monate aktualisiert.

Vermieter verlangen häufig eine Selbstauskunft, um die Kreditwürdigkeit des Wohnungsuchenden zu überprüfen. Sie kann als Datenübersicht nach § 34 BDSG einmal jährlich kostenlos bei der Schufa angefordert werden.

Scoring ist ein statistisches Verfahren, um beispielsweise die Kreditwürdigkeit eines Verbrauchers zu ermitteln. Es werden für unterschiedliche Merkmale Punkte vergeben, deren Gesamtheit die Bonität anzeigen.

SEPA steht für „Single Euro Payments Area“. In den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) sowie Monaco und der Schweiz gelten für inländische und grenzüberschreitende Eurozahlungen per Überweisung und Lastschrift die gleichen Bedingungen.

Das Lastschriftmandat ist eine schriftliche Genehmigung des Kontoinhabers. Sie erlaubt dem Zahlungsempfänger, den fälligen Betrag vom Konto einzuziehen.

Skimming (englisch für „Abschöpfen“) bezeichnet den Versuch, illegal Daten von Kredit- oder Bankkarten auszuspähen.

Der Sollzinssatz ist der Zinssatz, der für die Inanspruchnahme eines Kredits gezahlt werden muss.

Sondertilgungen sind Rückzahlungen, die über die im Kreditvertrag vereinbarten regelmäßigen Ratenzahlungen hinausgehen.

Auf einem Sparbuch wird Geld für einen unbefristeten Zeitraum gegen Zinsen angelegt. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate; 2.000 Euro kann man aber monatlich ohne Kündigung abheben.

Der Sparerpauschbetrag ist ein Freibetrag im Einkommensteuergesetz. Kapitaleinkünfte, die pro Jahr und Person 801 Euro nicht übersteigen, müssen nicht versteuert werden.

Stundung bedeutet das Aufschieben einer fälligen Zahlung. Dadurch verlängert sich die Laufzeit eines Kredits und es fallen ggf. Stundungszinsen an.

Eine TAN wird für Aufträge im Online-Banking benötigt. Sie ist vergleichbar mit einem Einmal-Passwort.

Eine Geldanlagemöglichkeit, bei der das Geld täglich verfügbar bleibt, aber trotzdem Zinsen bringt. Ein Tagesgeld- oder Geldmarktkonto kann nicht für den Zahlungsverkehr genutzt werden.

Tageslimit ist die maximale Summe, die pro Tag von einem Konto abgehoben oder abgebucht werden kann.

Ein Geschäft, bei dem die Erfüllung des Vertrages, beispielsweise die Abnahme des Wertpapiers, zu einem späteren Termin, aber zu einem vorher vereinbarten Kurs erfolgt, heißt Termingeschäft.

Tilgung bedeutet Rückzahlung eines Kredits (ohne Zinsen).

Hierbei unterbricht man die Rückzahlungsraten des Kredits  für eine bestimmte Zeit und zahlt nur die Zinsen. Dadurch verlängert sich die Laufzeit des Kredits und der Kredit wird teurer.

Als Transaktion bezeichnet man einen Vorgang, bei dem Geld oder Dienstleistungen übertragen werden.

Ein Und-Konto ist ein Gemeinschaftskonto, über das die Inhaber nur gemeinsam verfügen können. 

Übersteigt der Verkaufs- den Einkaufspreis, spricht man von einem Veräußerungsgewinn.

Verfügungsrahmen meint den Geldbetrag, auf den man innerhalb eines gewissen Zeitraums jederzeit zugreifen („verfügen“) kann. 

Der Verkaufsprospekt enthält die Vertragsbedingungen (z. B. Kosten) und alle Angaben, die für die Beurteilung einer Anlage in Investmentfonds von Bedeutung sind. Er muss dem Käufer von Investmentanteilen übergeben werden.

Vermögenswirksame Leistungen sind eine staatlich geförderte Form der Vermögensbildung. Der Arbeitgeber zahlt dazu monatliche Sparbeträge für den Arbeitnehmer direkt in eine spezielle Geldanlage ein. Zur Auswahl stehen Banksparpläne, Investmentfonds, Bausparverträge oder Lebensversicherungen. Oft werden die VL-Leistungen tarifvertraglich oder freiwillig vom Arbeitgeber ganz bzw. teilweise gezahlt.

Die Volatilität misst die Wertschwankungen einzelner Wertpapiere innerhalb eines Zeitraums. Wertpapiere mit hoher Volatilität sind sehr risikoreich.

Kosten, die ein Kunde an sein Kreditinstitut zahlen muss, wenn er vorzeitig Darlehensbeträge (z. B. Immobilienkredite mit Festzinsvereinbarung) zurückzahlen will, nennt man Vorfälligkeitsentschädigung.

Vorschusszinsen sind Gebühren, die ein Kunde an sein Kreditinstitut zahlen muss, wenn er vorzeitig über Geld von seinem Sparkonto oder anderen Anlageformen mit einer Kündigungsfrist verfügen will.

Um eine bestimmte Rente zu beziehen, muss der Versicherte immer eine bestimme Wartezeit erfüllen. Das Rentenrecht unterscheidet zwischen der allgemeinen Wartezeit von fünf Jahren, der Wartezeit von 20 Jahren für Frühbehinderte, der Wartezeit von 35 Jahren für die Altersrente. Wartezeiten entsprechen Mindestversicherungszeiten. Für die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren und die Wartezeiten von 20 Jahren werden u. a. Beitragszeiten berücksichtigt. Für die Wartezeit von 35 Jahren zusätzlich u .a. noch die Zurechnungszeit.

Die Wertentwicklung der Anlage ist die prozentuale Veränderung zwischen dem angelegten Vermögen zu Beginn und zum Ende eines Anlagezeitraumes.

Ein Wertpapier ist eine Urkunde, z. B. eine Aktie, ein Investmentzertifikat oder eine Schuldverschreibung, die bestimmte Eigentumsrechte verbrieft.

Unter Wertpapiergeschäften versteht man Kauf und Verkauf von Wertpapieren.

Der Preis, der gezahlt werden muss, um eine beschäftigte, zerstörte oder verlorene Sache durch eine gleichwertige zu ersetzen.

Eine staatliche Geldzulage, die Arbeitnehmer fördern soll, Wohneigentum zu kaufen, zu bauen oder zu modernisieren.

Der Wert einer Sache zu einem bestimmten Zeitpunkt. Durch Abnutzung oder Abschreibung ist eine Sache nach gewisser Zeit weniger wert als bei ihrer Anschaffung.

Zertifikate sind von Finanzinstituten herausgegebene Schuldverschreibungen, deren Wertentwicklung von der Wertentwicklung anderer Aktien, Anleihen oder Fonds abhängt.

Der Zeitraum, für den der im Kreditvertrag vereinbarte Zinssatz fest vereinbart wird, heißt Zinsbindungsfrist. Innerhalb dieser Zeit wirken sich aktuelle Marktzinsveränderungen nicht auf den vereinbarten Zins aus.

Zinsen, die ein Sparer nicht aus der Geldanlage entnimmt, sondern wieder investiert, mehren das Anlagekapital. Die Zinsen werden also ihrerseits wieder verzinst (das nennt man auch Thesaurierung). Durch den Zinseszinseffekt steigt der Wert des Vermögens schneller.

Wird ein Versicherter in jungen Jahren erwerbsunfähig, gilt die Differenz zwischen seinem tatsächlichen Alter und dem 55. Lebensjahr als Zurechnungszeit und wird in vollem Umfang angerechnet. Bei der Berechnung wird der Versicherte so gestellt, als ob er bis zum 60. Lebensjahr Beiträge gezahlt hätte.

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