Wie funktionieren Überweisungen und Lastschriften?
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Wie funktionieren Überweisungen und Lastschriften?

Ein Blick hinter die Kulissen hilft, die Unterschiede zwischen alltäglichen Zahlungsvorgängen zu kennen. Ein- und Auszahlungen sind fast an allen Automaten per Karte und PIN möglich. Mit einer Überweisung können Sie einmalig Beträge bezahlen, z. B. eine Rechnung. Ein Dauerauftrag lohnt sich, wenn Sie regelmäßig einen festen Betrag an die gleiche Person überweisen möchten, z. B. die Miete. Mit der Lastschrift geben Sie jemand anderem die Erlaubnis, Geld von Ihrem Konto einzuziehen.

Ein- und Auszahlungen

Mit Ihrem Girokonto erhalten Sie Ihre Girocard (Debitkarte). Damit können Sie rund um die Uhr am Geldautomaten Geld abheben. Auf der Karte finden Sie das „girocard“-Zeichen. Mit der Karte und Ihrer persönlichen Geheimzahl (PIN) sind Auszahlungen immer möglich. An vielen Automaten können Sie außerdem per Karte und PIN auch Geld auf Ihr Konto einzahlen.

Heben Sie am besten immer nur Geld an den Automaten ab, die zum Verbund Ihrer Bank oder Sparkasse gehören. Sonst wird es schnell teuer. Alternativ können Sie sich in immer mehr Supermärkten beim Einkauf mit Karte Geld auszahlen lassen. Das geht meist ab einem Einkaufswert ab 20 Euro. Auch am Schalter können Sie sich Geld auszahlen lassen oder etwas einzahlen. Die Vordrucke dafür gibt es direkt bei Ihrer Bank oder Sparkasse.

Je nach Kontomodell kostet die Ein- oder Auszahlung am Schalter extra.

Die SEPA-Überweisung
Möchten Sie eine Rechnung bezahlen oder einmalig einen Betrag auszahlen, eignet sich am besten die Überweisung. Dazu müssen Sie Ihrer Bank oder Sparkasse einen Überweisungsauftrag erteilen. Das geht online oder per Überweisungsformular. Das Geld, das Sie überweisen wollen, wird dann auf das Konto des Empfängers gebucht. Hierfür benötigen Sie die IBAN des Empfängers.

Mit der IBAN können Sie Zahlungen in Euro innerhalb Deutschlands und im Europäischen Wirtschaftsraum sowie Monaco, San Marino und der Schweiz vornehmen. Neben der IBAN ist der BIC ein weiteres Identifikationsmerkmal für SEPA-Überweisungen. Wenn Sie in andere Länder Geld überweisen möchten oder eine Überweisung in einer anderen Währung vornehmen, benötigen Sie eine Auslandsüberweisung.

Wussten Sie schon?

BIC steht für „Business Identifier Code“ und bezeichnet die internationale Bankleitzahl. Sie wird auch als SWIFT Code bezeichnet. Damit können Kreditinstitute weltweit eindeutig identifiziert werden.

Im Europäischen Wirtschaftsraum müssen elektronische Überweisungen (z. B. über Online-Banking) innerhalb eines Geschäftstages übermittelt werden. Bei Papierüberweisungen kann die Überweisung 2 Tage dauern. Überweisungen in anderen Währungen (kein Euro) können bis zu 4 Geschäftstage dauern. Wenn Ihr Geld also zu einem festen Zeitpunkt beim Empfänger sein muss, sollten Sie an diese Fristen denken. Kommt Ihr Geld zu spät an, weil die Bank die Abwicklung verzögert hat, muss sie Ihnen einen daraus entstehenden Schaden ersetzen. Auch Echtzeitüberweisungen („Instant Payments“) sind in einigen Instituten möglich, können jedoch extra kosten.

Fristen für Überweisungen

  • Elektronische Überweisung: 1 Geschäftstag
  • Papierüberweisung: bis zu 2 Geschäftstage
  • Zahlung im Europäischen Wirtschaftsraum, die nicht auf Euro lauten: bis zu 4 Geschäftstage

Überweisungen nach Annahmeschluss
Fällt Ihre Überweisung auf einen Feiertag oder ein Wochenende, wird sie erst am nächsten Geschäftstag bearbeitet. Das gilt auch, wenn Sie die Überweisung nach Annahmeschluss aufgeben. Den Annahmeschluss Ihrer Bank oder Sparkasse finden Sie im Preis- und Leistungsverzeichnis. Geben Sie beispielsweise am Freitag um 16 Uhr eine Überweisung in Auftrag und Ihre Bank oder Sparkasse hat einen Annahmeschluss von 15 Uhr, kann es sein, dass die Überweisung erst am Montag durchgeführt wird. Das Geld muss also erst am Dienstag beim Empfänger sein.

Der Dauerauftrag
Wenn Sie regelmäßig einen festen Betrag an die gleiche Person überweisen wollen, ist der Dauerauftrag das Mittel der Wahl. Dabei überweist die Bank oder Sparkasse den von Ihnen festgelegten Betrag regelmäßig. Sie legen fest, wie viel Geld überwiesen werden soll und wann und wie oft das geschieht. Ein gutes Beispiel dafür ist die Miete, die Sie in der Regel monatlich an Ihren Vermieter überweisen.

Die SEPA-Lastschrift
Mit einer Lastschrift erlauben Sie jemand anderem, einmalig oder wiederkehrend einen Betrag von Ihrem Konto einzuziehen, z. B. die Kosten für Strom oder Internet. Dafür braucht der Empfänger ein gültiges SEPA-Lastschriftmandat.

Der Zahlungsempfänger muss auf dem SEPA-Lastschriftmandat folgende Informationen mitteilen:

  • Seinen Namen und Adresse
  • Seine Gläubiger-Identifikationsnummer
  • Seine Mandatsreferenz (ähnlich dem Verwendungszweck)
  • Hinweis, ob das Mandat für wiederkehrende oder eine einmalige Zahlung gilt

Soll von Ihrem Konto eine Lastschrift eingezogen werden, müssen Sie folgende Informationen angeben:

  • Ihren Namen und Anschrift
  • IBAN und gegebenenfalls BIC
  • Ihre Unterschrift und Datum

Überprüfen Sie mindestens einmal im Monat Ihre Kontoauszüge.

Ihre Bank oder Sparkasse muss nicht überprüfen, ob eine Lastschrift zu Recht eingezogen wurde. Wurde von Ihrem Konto falsch abgebucht, haben Sie 8 Wochen Zeit, um eine Erstattung des Betrags zu verlangen. Das nennt sich Lastschriftrückgabe und ist für Sie kostenlos. Bei nicht autorisierten Zahlungen – also wenn Sie kein Lastschriftmandat erteilt haben – haben Sie sogar 13 Monate Zeit.

Wussten Sie schon?

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