Wenn die Rente nicht reicht
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Wenn die Rente nicht reicht

Für viele Rentner ist es attraktiv, die neue gewonnene Freiheit mit einem kleinen Nebenjob zu füllen. Für andere ist dies eine dringende Notwendigkeit, um mit der Rente über die Runde zu kommen. Aber nicht jeder hat die Möglichkeit dazu. Fällt Ihre Rente besonders gering aus, kann Ihnen die Grundsicherung helfen. Diese Leistung gibt es vom Staat und muss beantragt werden.

Wenn Sie zur Rente hinzuverdienen wollen 

In welchem Umfang Sie als Rentner einem bezahlten Nebenjob nachgehen können, ist von der Art der Rente abhängig: Wer eine Regelaltersrente erhält, darf beliebig viel hinzuverdienen. Ab 450 Euro müssen Sie dann aber zum Teil Sozialabgaben zahlen.

Beziehen Sie eine vorzeitige Alters- oder volle Erwerbsminderungsrente, können Sie bis zu 6.300 Euro pro Jahr anrechnungsfrei hinzuverdienen. Verdienen Sie mehr, wird Ihr darüber hinausgehender Verdienst zu 40 Prozent auf Ihre Rente angerechnet. Die Rente wird dann als „Teilrente“ gezahlt. Auch bei teilweiser Erwerbsminderung gibt es eine Hinzuverdienstgrenze, die nicht überschritten werden darf. Diese Grenze wird individuell berechnet. Da dies sehr komplex ist, sollten Sie sich unbedingt dazu bei der Rentenversicherung beraten lassen.

Bei niedriger Rente greift die Grundsicherung

Sind Sie Rentner mit einem gesamten monatlichen Einkommen von weniger als 838 Euro, haben Sie in der Regel Anspruch auf Grundsicherung. Die Grundsicherung ist keine Rentenart, sondern eine Sozialleistung und wird aus Steuermitteln bezahlt. Sie umfasst neben einer Regelleistung (Alleinstehende 416 Euro / Paare 374 Euro pro Person) auch die Übernahme von Miete und Heizkosten. Außerdem werden die Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung übernommen. Damit das Sozialamt die Miete zahlt, sind „angemessene“ Unterkunftskosten Voraussetzung. Liegen Sie mit Ihrer Miete darüber, müssen Sie möglicherweise umziehen. Im Gegensatz zur Sozialhilfe wird bei der Grundsicherung das Einkommen Ihrer Kinder oder Eltern nicht angerechnet. Das gilt aber nur, wenn deren Jahreseinkommen unter 100.000 Euro liegt.

Wussten Sie schon?

Wenn Sie Grundsicherung erhalten, können Sie auch weitere Vergünstigungen bekommen, z. B. preiswerte Fahrscheine für Bus und Bahn sowie für Museen oder Zoos. Beantragen Sie auch eine Befreiung vom Rundfunkbeitrag.

Von dem eigenen Ersparten bleibt für Alleinstehende ein Freibetrag von 5.000 Euro. Bei Verheirateten oder eingetragenen Lebenspartnern sind es insgesamt 10.000 Euro Erspartes. Liegt Ihr Vermögen höher, steht Ihnen erstmal keine Grundsicherung zu. Für die Bestattungsvorsorge können zusätzlich rund 5.000 Euro pro Person zurückgelegt werden.

Neu eingeführt wurde ein Einkommensfreibetrag für die zusätzliche Altersvorsorge. Wenn Sie Grundsicherung erhalten, dürfen Sie mindestens 100 Euro und höchstens 208 Euro monatlich aus Ihrer privaten Altersvorsorge, wie z. B. Betriebs- oder Riesterrenten, behalten, ohne dass diese auf Ihre Grundsicherung angerechnet werden.

Hilfe bei Schulden

Wenn Ihr Konto häufig oder dauerhaft in den roten Zahlen steckt, sollten Sie sich von einer Schuldnerberatungsstelle beraten lassen. Das geht zunächst auch online und anonym, z. B.

bei der Online-Beratung der Caritas,
im Hilfeportal der Diakonie oder
im Forum Schuldnerberatung.

Auch Beratungstermine vor Ort sind möglich. Die Angebote sind für Sie kostenfrei.

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