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Bei größeren Anschaffungen stellt sich oft die Frage, das Geld ansparen oder einen Kredit aufnehmen?
Artikel 3 Min. Lesezeit

Ansparen oder Kredit aufnehmen?

Manchmal kosten Wünsche mehr Geld, als man gerade hat. Doch kann die Anschaffung warten, bis das Geld angespart ist, oder ist es sinnvoller, sich zu verschulden? Insbesondere bei Konsumwünschen lohnt sich das Ansparen und damit Abwarten. Doch auch die Inanspruchnahme eines Kredits kann sich auszahlen, wenn damit wichtige Reparaturen oder Ersatzbeschaffungen ermöglicht werden.

Wenn Sie für eine Anschaffung mehr Geld benötigen, als aus Ihrem Einkommen zur Verfügung steht, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können die Anschaffung hinauszögern, um die erforderliche Summe anzusparen oder sich das Geld leihen, wenn der Kauf nicht warten kann. Doch warum sollte man eigentlich sparen, wenn man sich mit einem Kredit den Wunsch sofort erfüllen kann?

Warum sich Ansparen trotz niedriger Kreditzinsen lohnt

Trotz derzeit niedriger Kreditzinsen, ist eine Kreditfinanzierung in der Regel immer noch teurer als das Ansparen des Kaufpreises. Das liegt daran, dass die Kreditzinsen höher als die Sparzinsen sind. Ohne eine Finanzierung sparen Sie sich die Kosten für die Kreditzinsen. Weiterer Vorteil: Wenn es in einem Monat mal finanziell enger wird, können Sie Ihre eigene Sparrate flexibler anpassen als eine Kreditrate.

Bei knappem Budget sollten Sie auf jeden Fall nachrechnen, ob sich das Ansparen nicht doch lohnt.

Wenn der Wunsch weniger dringlich ist, lohnt sich das Ansparen meistens mehr als einen Kredit aufzunehmen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Kreditzinsen deutlich höher sind als die Sparzinsen.

Wussten Sie schon?

Das Ansparen lohnt sich besonders bei Konsumwünschen, weil diese in der Regel warten können.

Diese Kredite können sich lohnen

Manche Investitionen können aber nicht warten, z. B. wenn das Auto kaputtgeht. Ein Kredit zur Überbrückung der ersten Zeit ist in solchen Fällen fast unvermeidlich. Diese „Notfallkredite“ helfen Ihnen, den kurzfristigen finanziellen Engpass zu meistern. Gute Gründe: die Finanzierung der Umzugskosten wegen eines Jobwechsels oder der Kauf eines Autos, wenn die gegnerische Versicherung nach einem Unfall nur noch den Schrottwert für den alten Pkw ersetzen will.

Gute Gründe für einen Kredit

Daneben gibt es noch weitere Kreditentscheidungen, die gut vertretbar und sinnvoll sind. Solche Kredite werden „produktive Kredite“ genannt. Sie dienen einer Investition in die Zukunft. Gute Gründe: die Finanzierung einer Ausbildung oder der Kauf einer Immobilie zur Altersvorsorge.

Teilen Sie am besten Ihre Wünsche nach Dringlichkeit ein.

Sinnvoll sind Kredite auch dann, wenn damit größere, wirklich notwendige Anschaffungen gemacht werden, die in Ihrem Haushalt gebraucht werden. Der Kauf eines größeren Haushaltsgerätes, wie z. B. eine Waschmaschine, kann so eine Investition sein. Häufig ist in diesen Fällen ansparen – und damit abwarten – wirtschaftlich wenig sinnvoll, weil es zu lange dauert und der Wäscheberg stetig weiter wächst.

Kredite für Konsumwünsche sollten Sie kritisch hinterfragen.

Von diesen sinnvollen Finanzierungen sind „Luxuskredite“ abzugrenzen, wie z. B. zur Finanzierung einer teuren Fernreise oder eines neues Smart-TVs. „Luxuskredite“ umfassen alle Schulden, die man aufnimmt, um ein spontanes Bedürfnis zu stillen – das man sich eigentlich nicht leisten kann. Die Entscheidung für einen „Luxuskredit“ erfolgt häufig unüberlegt und ist nicht immer vernünftig. Oft wird vergessen, dass die Raten das Haushaltsbudget unter Umständen jahrelang belasten, auch wenn der Urlaub schon längst vorbei ist.

Wussten Sie schon?

Mit der Budgetanalyse verschaffen Sie sich einen Gesamtüberblick über Ihre finanzielle Situation. Vergleichswerte und Empfehlungen helfen Ihnen, Ihre Finanzen rundum gut aufzustellen. So nehmen Sie Ihre Finanzen selbst in die Hand und machen mehr aus Ihrem Budget.

Zur Budgetanalyse

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