Sparen für Kinder oder Enkel
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Sparen für Kinder oder Enkel

Sind Kinder mit materiellen Dingen gut ausgestattet, denken Eltern und Großeltern öfters über Geldgeschenke nach. Sie bilden ein gutes Finanzpolster für die Zukunft der Kinder. Damit die Sparbeträge auch ausschließlich dem beschenkten Kind zugutekommen, sollte das Konto auf den Namen des Kindes abgeschlossen sein. Die Eltern verwalten das Konto lediglich bis zur Volljährigkeit, danach kann das Kind mit dem Geld machen was es will.

Ob Geburt, Taufe, Geburtstag oder Weihnachten, Kinder werden oftmals reich beschenkt. Als Eltern können Sie diese finanzielle Großzügigkeit lenken und das Geld für den Nachwuchs anlegen. Ein Konto auf den Namen Ihres Kindes bedeutet, dass das dort angesparte Geld Ihrem Kind gehört. Sie verwalten das Konto lediglich bis zur Volljährigkeit und dürfen auf das Geld nicht zugreifen.

Mit 18 Jahren verfügt Ihr Kind frei über das angesparte Geld.

So funktioniert die Kontoeröffnung
Für die Kontoeröffnung auf den Namen ihres Kindes ist die Zustimmung beider Elternteile notwendig. Als Alleinerziehende müssen Sie das alleinige Sorgerecht nachweisen. Sie benötigen außerdem die Geburtsurkunde des Kindes. Mit Ihrer Einverständniserklärung können auch Großeltern oder sonstige Verwandte ein Konto auf den Namen Ihres Kindes eröffnen. Die Verwaltung bleibt aber auch hier in den Händen der Eltern.

Ist das Kinderkonto eröffnet, lassen sich die Geldgeschenke der Verwandtschaft über die Jahre hier einsammeln und zu einem stattlichen Betrag anwachsen. Erhalten Kinder einen größeren einmaligen Geldbetrag, können Eltern auch über ein Festgeldkonto für ihr Kind nachdenken. Auch ein Aktiensparplan kann sinnvoll sein, denn aufgrund der langen Laufzeit kann dieser Schwankungen am Aktienmarkt gut auffangen. Verschaffen Sie sich also Klarheit über die Laufzeit sowie die mögliche Gesamtsumme und lassen Sie sich zu den Angeboten beraten.

Holen Sie das Beste aus dem Konto heraus
Wichtig zu wissen: Bei den Konten der minderjährigen Kinder gilt ebenfalls der Sparerpauschbetrag von 801 Euro pro Jahr. Denken Sie deshalb unbedingt daran, Ihrer Bank oder Sparkasse einen Freistellungsauftrag zu erteilen, dann wird keine Abgeltungsteuer abgeführt.

Auch für das Kinderkonto gilt: denken Sie an den Freistellungsauftrag!

Die Erträge sind sogar bis 9.837 Euro (Grundfreibetrag 9.000 Euro plus Sparerpauschbetrag 801 Euro plus Sonderausgabenpauschbetrag 36 Euro) pro Jahr steuerfrei – unter der Voraussetzung, dass das Kind keine eigenen Einkünfte hat. Die Vermögensfrage für Ihr Kind stellt sich aber dann spätestens in der Ausbildung. Wer mehr Vermögen als 7.500 Euro hat, verliert seinen BAföG-Anspruch.

Die Pflichten der Eltern im Umgang mit dem Geld des Kindes
Eltern stehen bei dem Vermögen ihrer Kinder in der Pflicht, dieses zu erhalten bzw. zu vermehren. Was so selbstverständlich klingt, bedeutet klare Schranken für die Geldverwendung. Das Vermögen der Kinder darf somit nicht für den täglichen Bedarf, den Unterhalt oder für die Verbesserung des Lebensstandards eingesetzt werden. Solange Ihr Kind minderjährig ist, können Sie das Geld also nicht für ein neues Fahrrad oder für einen Auslandsaufenthalt nutzen, auch wenn Ihr Kind damit einverstanden wäre. Hier würde den Kindern im Fall der Fälle Schadensersatz zugesprochen.

   Spargeld auf den Namen der Kinder ist für Eltern tabu.

Möchten Großeltern genau dies aber mit Ihren Geldgeschenken ermöglichen, sollten sie Ihre finanzielle Zuwendung mit einem Zweck versehen. Dann kann das Geld auch vor der Volljährigkeit entsprechend verwendet werden.

Für das Kind auf einem fremden Konto sparen
Ein Konto auf den Namen Ihres Kindes schränkt den Handlungsspielraum bis zum Erreichen der Volljährigkeit ein. Alternativ können Sie natürlich auch das Geld auf Ihren Namen anlegen und es dennoch im Sinne Ihres Kindes verwalten und einsetzen. Aber bedenken Sie, die Verführung ist groß, das Geld auch kurzfristig fremd zu nutzen. Damit entsprechen Sie nicht mehr dem Willen der großzügigen Geber. Für Großeltern wäre entsprechend ein eigenes Konto mit einem Dritten als Begünstigten (das Enkelkind) möglich. So wären auch im Todesfall die Besitzverhältnisse eindeutig.

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