Mit Kindern über Geld sprechen
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Mit Kindern über Geld sprechen

Eltern haben eine wichtige Vorbildfunktion beim Thema Geld. Sie führen die Kinder an Themen wie Sparen, Geld einteilen, Preise vergleichen heran, indem Sie diese möglichst spielerisch in Alltagssituationen miteinbeziehen. Ebenfalls hilfreich sind altersgemäße Geldgespräche in Familien. Das fängt meist mit dem Taschengeld an. Führen Sie die Gespräche am besten offen, konstruktiv und vorwurfsfrei.

Spätestens mit den Taschengeldzahlungen gibt es reichlich Gesprächsstoff, um in der Familie offen über das Thema Geld zu sprechen. Führen Sie diese Gespräche mit Ihren Kindern auf Augenhöhe und versuchen Sie zu gemeinsamen Lösungen zu kommen.

So gestalten Sie ein Gespräch über das Taschengeld konstruktiv und wirksam:

  • Warten Sie nicht, bis Ihr Kind ein Problem hat und das Thema von sich aus anspricht. Schlagen Sie hin und wieder einfach vor, mal über das Taschengeld zu sprechen.
  • Lassen Sie sich erzählen, wie es mit dem Taschengeld klappt und welche Erfahrungen Ihr Kind gemacht hat. Fragen Sie gezielt und wertfrei nach, wo die Schwierigkeiten liegen.
  • Nicht immer ist eine Erhöhung des Taschengeldes die Lösung. Überlegen Sie mit Ihrem Kind, was helfen könnte und wie es das Geld besser einteilen kann.
  • Steht eine Taschengelderhöhung an, machen Sie Ihren Vorschlag und begründen Sie diesen. Lassen Sie Ihr Kind offen seine Meinung sagen.
  • Setzen Sie sich mit den Vorstellungen Ihres Kindes auseinander. Beim Taschengeld einfach nachzugeben ist falsch. Kinder müssen auch Widerstände erfahren. Auch ein schnelles „Nein“ macht Kinder trotzig und lustlos auf solche Gespräche. Suchen Sie deshalb gemeinsam nach Lösungen, mit denen beide Seiten Leben können.
  • Halten Sie die getroffene Vereinbarung rund ums Taschengeld nochmals fest, mündlich oder schriftlich. Dies verleiht der erfolgreichen „Verhandlung“ beim Taschengeld eine Verbindlichkeit und Ernsthaftigkeit.

Ein Streitgespräch über Geld ist kein Drama.

Wenn Kinder bei Kaufentscheidungen mitbestimmen wollen
Kinder werden stark von den Eltern geprägt, auch im Umgang mit Geld. In jungen Jahren lernen Kinder vor allem durch Beobachten und Nachahmen. Eltern sollten sich dieser Vorbildrolle bewusst sein, wenn Sie beim Einkaufen großzügig den Wagen füllen oder auch sonst eher verschwenderisch mit dem Geld umgehen.

Aber auch umgekehrt ist der Einfluss der Kinder auf Kaufentscheidungen der Eltern nicht zu unterschätzen. Kinder bestimmen im großen Umfang die Markenwahl in der Familie. Das wissen die Marketingexperten gezielt zu nutzen. Deshalb sollten Eltern sich auch bei größeren Kaufentscheidungen bewusst mit den eigenen und den Vorstellungen der Kinder auseinandersetzen und dies offen besprechen.

Wichtig: Ein Streitgespräch über Geld ist kein Drama und Familienfinanzen sollten kein Tabu sein. Eltern können mit einem offenen Umgang deutlich machen, was das Leben tatsächlich kostet oder was man sich leisten kann und was nicht. Ein gerade noch unerbittlicher Markenkampf ist dann schneller beendet.

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