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Ab wann soll mein Kind Taschengeld erhalten – und wie viel?

Taschengeld ist wichtig, damit Ihre Kinder früh erste eigene Erfahrungen mit Geld sammeln. Sie lernen so, sich ihr Geld einzuteilen und erfahren, dass manche Wünsche nur durch Sparen zu realisieren sind. Empfohlen wird die Taschengeldzahlung ab der Einschulung. Das Taschengeld sollte bis zum 10. Geburtstag wöchentlich ausgezahlt werden, beginnend mit rund 50 Cent bis 1 Euro pro Woche. Später erfolgt die Auszahlung dann monatlich. Das empfohlene Taschengeld ist eine Orientierungshilfe, die Höhe der Beträge richten sich immer auch nach der finanziellen Situation Ihrer Familie.

Damit Kinder den richtigen Umgang mit Geld lernen, sollten Sie ihnen regelmäßig Taschengeld zahlen. So führen Sie Ihre Kinder leicht an den Umgang mit Geld heran. Sie erleben durch das eigene Geld eine erste finanzielle Eigenständigkeit und spüren die Verantwortung für ihre Kaufentscheidungen.

Wie viel Taschengeld in welchem Alter?
Für den Umgang und die Höhe des Taschengelds hat Geld und Haushalt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut Empfehlungen erarbeitet. Empfohlen wird die Einführung des Taschengelds im Grundschulalter. Aber auch Kinder, die noch nicht zur Schule gehen, können ein kleines Taschengeld erhalten. Weil Kinder bis zum 10. Lebensjahr ihr Geld selten schon über einen ganzen Monat einteilen können, ist eine wöchentliche Auszahlung sinnvoll. Danach können Kinder auch längere Zeiträume finanziell überblicken, sodass die Auszahlung monatlich erfolgen kann.

Kinder sollten spätestens ab 6 Jahren wöchentlich einen kleinen Taschengeldbetrag bekommen.

Was Eltern ihren Kindern an Taschengeld zahlen, hängt jedoch vor allem vom Familieneinkommen ab. Sprechen Sie deshalb mit Ihren Kindern über die finanziellen Möglichkeiten der Familie. Ihr Kind kann dann leichter verstehen, warum manche Klassenkameraden mehr oder auch weniger Taschengeld bekommen.

Unsere Empfehlungen für die Taschengeldzahlung an Ihr Kind:

Grafik Taschengeldempfehlungen nach Alter des Kindes

Eine vollständige Liste der Empfehlungen fürs Taschengeld finden Sie im Fahrplan Taschengeld, den Sie am Ende des Artikels kostenfrei herunterladen können.

Was tun, wenn das Geld nicht reicht?
Reicht das Geld nicht für alle Wünsche, kommt schnell die Frage nach einem Zuschuss durch die Eltern. Das ist hin und wieder in Ordnung, doch ständige Nachbesserungen beim Taschengeld sind keine Lösung. Besser ist es, den Kindern zu helfen, das Geld gut einzuteilen. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Kind und suchen Sie gemeinsam nach möglichen Lösungen. So lässt sich mancher kräftezehrende Streit vermeiden.

Einfache Taschengeld-Regeln für Ihre Kinder – und für Sie

  1. Taschengeld ist Geld zur freien Verfügung. Eltern sollten deshalb nicht die Ausgaben kontrollieren und sich mit Kommentaren zurückhalten.
  2. Es ist wichtig, Taschengeld regelmäßig und in fester Höhe zu zahlen.
  3. Taschengeld ist kein Erziehungsmittel. Es sollte deshalb weder zur Belohnung noch zur Bestrafung eingesetzt werden.
  4. Ständige Nachbesserungen beim Taschengeld sind keine Lösung. Geben Sie Ihren Kindern besser Hilfestellungen, sodass sie ihr Geld gut einteilen können, z. B. mit einem Taschengeldplaner.
  5. Es ist sinnvoll, Taschengeld unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation zu verhandeln. Ist das Geld in der Familie knapp, reichen auch kleinere, aber regelmäßige Zahlungen.
  6. Getrennt lebende Eltern sollten sich bei der Höhe des Taschengelds auf eine gemeinsame Linie verständigen. Zusätzliche Zahlungen sollten sie vermeiden.
  7. Regelmäßige Mithilfe im Haushalt gehört zu einem funktionierenden Familienleben dazu und sollte nicht bezahlt werden. Kleine „Extra-Jobs“ können jedoch belohnt werden.
  8. Erhalten Kinder neben dem Taschengeld größere Geldgeschenke, sollten Eltern gemeinsam mit ihren Kindern sinnvolle Sparziele festlegen.

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