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Ein nachhaltiger Lebensstil bedeutet, die eigene Lebensqualität zu erhalten, ohne verschwenderisch zu leben.
Artikel 3 Min. Lesezeit

Was heißt eigentlich nachhaltig leben?

Die Klimadiskussion hat es drastisch verdeutlicht – wir müssen heute bei unserem Handeln auch an die Generationen von morgen denken. Nachhaltigkeit war lange ein Nischenthema, heute betrifft es alle Wirtschafts- und Lebensbereiche und gewinnt weltweit an Bedeutung. Gleichzeitig kann jeder Einzelne unmittelbar in seinem Alltag mit einer überlegten Nutzung von begrenzten Ressourcen zu einer nachhaltigeren Lebensweise beitragen.

Das Konzept der Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und geht zurück auf Hans Carl von Carlowitz. Seine Idee war, dass sich ein Wald in absehbarer Zeit auf natürliche Weise von einer Rodung erholen kann. Deshalb sollte jedes Jahr nur so viel Holz geschlagen werden, wie der Wald natürlicherweise selbst regenerieren kann. Diese Überlegung bezeichnet man heute als Grundstein für nachhaltiges Denken und Handeln.

Wussten Sie schon?

Das Prinzip der Nachhaltigkeit bedeutet, die wesentlichen Eigenschaften, die Stabilität und die natürliche Regenerationsfähigkeit eines Systems zu bewahren.

Ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit begegnet einem meist im Dreiklang Ökonomie, Ökologie und Soziales. Diese drei Kriterien sind grundsätzlich gleichrangig zu betrachten, auch wenn sie für den Einzelnen unterschiedlich gewichtet sein können. Dabei ist es manchen beispielsweise besonders wichtig, dass Arbeits- und Menschenrechte bei der Produktion ihres Lieblingskaffees eingehalten werden. Andere achten darauf, ihr Geld vor allem in grüne Firmen zu investieren und wieder andere kaufen besonders gerne regional, um das Klima nicht durch lange Transportwege zu schädigen.

Egal welcher Ansatz verfolgt wird: es gilt, sich in einem ersten Schritt den eigenen Konsum mit allen Konsequenzen für die Umwelt und das Leben der zukünftigen Generationen bewußt zu machen und kritisch zu hinterfragen. Die Prinzipien der Nachhaltigkeit suchen somit Alternativen zum konsumorientierten „immer mehr“.

Die eigenen Konsumgewohnheiten sukzessiv ändern

Es gibt für jeden eine Vielzahl an Möglichkeiten, das eigene Leben nachhaltiger zu gestalten. Manchmal erfordern sie Aufwand sowie die Abkehr von bequemen Gewohnheiten. Aber keine Angst: Sie müssen nicht von heute auf Morgen Ihr komplettes Leben über den Haufen werfen, nie wieder Auto fahren und nur noch im Bio-Supermarkt einkaufen. Gehen Sie in Ihrem Tempo vor, und finden Sie heraus, an welchen Stellen Sie Ihr Leben nachhaltiger gestalten wollen.

Macht Konsum glücklich?

Wir leben in einer Überflussgesellschaft, in der kein Mangel herrscht. Das heißt, das meiste, das wir kaufen, brauchen wir nicht wirklich, auch wenn uns die Werbung etwas anderes vermitteln möchte. Wir kaufen und sind für einen Moment glücklich über die neue Anschaffung, auch wenn der überwiegende Teil unserer Gegenstände unbenutzt zu Hause rumliegt.

Beginnen Sie deshalb damit, die eigenen Konsumgewohnheiten immer wieder kritisch zu hinterfragen. Denn: Nachhaltiger leben heißt die Lebensqualität zu erhalten, ohne verschwenderisch zu sein. Was brauchen Sie also wirklich, um Ihre Lebensqualität zu erhalten? Ist es die fünfte Jeans im Kleiderschrank oder das brandaktuelle Smartphone? Oder können Sie sich den benötigten Gegenstand ausleihen, statt ihn selbst zu kaufen?

Gibt es tatsächlich keine Alternative zur Neuanschaffung, hinterfragen Sie Angebote kritisch. Woher kommen die Daunen für die neue Decke? Wie viel recyceltes Material steckt im neuen Smartphone? Wie ist die Öko-Bilanz des Apfels aus Neuseeland? Fragen Sie ruhig im Geschäft nach – je mehr Verbraucher sich erkundigen, desto eher reagiert auch der Handel darauf. Entscheiden Sie sich dann bewusst für ein Produkt und nutzen Sie so die sogenannte Macht des Verbrauchers, um die Angebote im Markt nachhaltiger zu gestalten.

 

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