Urlaub planen

Mit der richtigen Planung lässt sich Stress vor dem Urlaub verhindern. Und mit den Urlaubstipps von Geld und Haushalt können Sie sogar manchen Euro zugunsten Ihrer Ferienkasse sparen.

    Etwa 25 Prozent sparen Sie bei einer Reise außerhalb der Hauptsaison. Das macht bei durchschnittlichen Reiseausgaben rund 240 Euro pro Person. 

    Eine lange Reise ist oft günstiger als viele Kurzurlaube. Fahrtkosten fallen nur einmal an und viele Unterkünfte bieten zudem Ermäßigungen bei langen Aufenthalten an.

    Bei einer Anreise mit dem eigenen Auto sollten Sie auf teure Parkgebühren am Flughafen achten. Bewachte Parkplätze außerhalb des Flughafengeländes sind deutlich günstiger.

    Langfristige Reiseplanungen zahlen sich aus: Flüge sind in der Regel umso günstiger, je früher sie gebucht werden. Hotel, Apartment oder Ferienhaus lassen sich auch unabhängig von der Anreise buchen.
    Einen übersichtlichen Preisvergleich ermöglichen z. B. die Flugsuchmaschinen Expedia.de, One-Two-Trip.com und swoodoo.de.

    Wenn Kinder kurz vor der Reise krank werden und die Familie deshalb zu Hause bleiben muss, hilft die Reiserücktrittsversicherung. Sie zahlt die Stornokosten.

    Da inzwischen jeder Dritte in Deutsch­land seine Reise im Internet bucht, hat die Stiftung Warentest erst­mals Reise­rück­tritts- und Reiseab­bruch­versicherungen getestet, die Kunden auf Online-Reisepor­ta­len abschließen können. Die gute Nach­richt: Die meisten Angebote sind gut. Aber: Die Versicherungen gibt es auf Portalen nur mit Selbst­behalt. Im Leistungs­fall zahlen Kunden dann oft 20 Prozent der Storno­kosten selbst. Angebote direkt vom Versicherer sind da mitunter güns­tiger und besser.
    Hier finden Sie das aktuelle Ergebnis der Stiftung Warentest (kostenpflichtig).

    Ein voller Briefkasten ist eine Einladung für Einbrecher. Bitten Sie Nachbarn, sich um Ihre Postsendungen zu kümmern. Alternativ kann ein Lagerauftrag beim zuständigen Postamt erteilt werden. Zum gewünschten Termin werden die gesammelten Sendungen dann gut verpackt wieder zugestellt. Dieser kostenpflichtige Service kann bis zu drei Monate in Anspruch genommen werden.Er kann im Internet oder in einer Postfiliale bestellt werden.

    Mit Beginn der Urlaubssaison bieten zahlreiche Werkstätten einen PKW-Urlaubscheck zum Festpreis an. Die Profis überprüfen neben Ölstand und Reifendruck auch die Bereiche, die ein Laie meist nicht untersuchen kann: Bremsanlage und Auspuff. Damit eventuelle Schäden vor der Urlaubsreise beseitigt werden können, sollten Sie sich rechtzeitig um einen Werkstatt-Termin bemühen.

    Keine Panik, wenn in der Hektik die Tickets zu Hause liegengeblieben sind: Auf den meisten Flughäfen finden sich Stände der Reiseveranstalter. Hier kann man sich gegen Vorlage des Ausweises und gegen Gebühr ein neues Ticket ausstellen lassen. Auch Charterfluggesellschaften haben in der Regel sämtliche Buchungen im Computer und können ein neues Ticket ausdrucken.
    Völlig unproblematisch ist es, wenn man ein elektronisches Ticket bucht, dieses in der eigenen Mailbox speichert oder es gleich auf das Smartphone schicken lässt.

    Prüfen Sie rechtzeitig, ob Reisepass oder Personalausweis noch gültig sind. Auf neue Papiere muss man bis zu sechs Wochen warten. Bei Reisepässen kann ein Expressantrag gestellt werden. Dann sind zusätzlich zu den Gebühren bis zu 32 € fällig, der Pass ist aber in rund drei Werktagen fertig. Für Details erkundigen Sie sich am besten bei Ihrem Einwohnermeldeamt. Für einige Länder gilt auch, dass die Ausweispapiere noch eine bestimmte Zeit gültig sein müssen.

    Tipp: Einfach eine Kopie des Dokuments auf dem PC speichern und an die eigene Mailbox senden. Das hilft im Fall eines Diebstahls.

    In über hundert Ländern wird die girocard (früher ec-Karte) akzeptiert. Bargeld am Automaten fremder Institute kostet in der Regel 1 % des Betrags, mindestens 2,50 € bis 5 €. Innerhalb der Eurozone zahlt man seinen Einkauf im Laden gebührenfrei. Ansonsten fallen 1 bis 1,85 % des Preises an, mindestens 0,75 € bis 1 €.

    Im Auslandsurlaub ist je nach Zielland und Reisedauer ein Mix aus unterschiedlichen Zahlungsmitteln sinnvoll.

    Rund 200 € in Fremdwährung sind meist ausreichend, um am Ferienort erste Rechnungen begleichen zu können. Reisen Sie in Länder mit weicher Währung       (z. B. Ägypten, Türkei) ist meist ein Umtausch vor Ort günstiger. Bargeld kann außerdem mit der Girocard oder der Kreditkarte am Geldautomaten abgehoben werden. Informieren Sie sich bei Ihrem Kreditinstitut über die Gebühren.

    Girocards mit dem Maestro-Zeichen sind in vielen Ländern weltweit einsetzbar. Die Bezahlfunktion für das Ausland muss man aber bei einigen Kreditinstituten vorher entsperren lassen. Karten mit „V-Pay“-Logo sind dagegen schwerpunktmäßig nur in Europa verwendbar.

    Mit der Kreditkarte kann man weltweit bargeldlos bezahlen. Für Bargeldabhebungen ist die PIN notwendig.

    Übrigens: Der Karten-Sperrnotruf ist auch aus dem Ausland erreichbar:
    +49 116 116.

    Alle wichtigen Infos zum sicheren Bezahlen per Karte, zum Kartenmissbrauch, zu Kartensperrung und den SOS-Infopass zum Download mit allen Notrufnummern auf einer Karte finden Sie unter www.kartensicherheit.de.

    Welches Zahlungsmittel für welches Land am besten geeignet ist, erfahren Sie im Informationsportal www.scard.de.

    Aktuelle Kurse von Sorten, Devisen und Reiseschecks  und einen Euro-Währungsumrechner finden Sie auf der Seite der Berliner Sparkasse.

    Für die Handynutzung in anderen EU-Ländern gibt es seit dem 15. Juni 2017 keine Roaming-Gebühren mehr. Das heißt, im EU-Ausland können Sie jetzt zu denselben Tarifen wie im Inland telefonieren, SMS verschicken und das Internet nutzen.

    Der Wegfall der Roaming-Gebühren gilt für alle 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern. Und darüber hinaus gilt es für Island, Liechtenstein und Norwegen.

    Im übrigen Ausland gibt es keine Begrenzung für (Roaming-) Aufschläge der Anbieter. Dort kann sich unter Umständen der Kauf einer Prepaid-Karte vor Ort lohnen. In jedem Fall ist es ratsam, sich vorher über die Kosten beim Mobilfunkanbieter zu informieren.

    Schalten Sie vor Ihrem Urlaub die Mailbox Ihres Handys aus! Andernfalls entstehen Kosten, ohne dass Sie telefoniert haben. Jedes eingehende Gespräch wird nämlich immer zuerst auf Ihr Handy (und damit ins Ausland) geschickt, dann zurück auf die Mailbox.

    In der so genannten Frankfurter Tabelle haben Richter zusammengestellt, mit welchen Erstattungen Reisende rechnen können, wenn die Reiseleistung mangelhaft ist.

    Informieren Sie sich vor dem Shoppen im Ausland über die Zollvorschriften für die Einreise nach Deutschland. Innerhalb der EU herrscht zwar „freier Warenverkehr“, wer allerdings in einem Drittland - dazu zählen in Europa beispielsweise Norwegen, die Türkei oder die Schweiz - Urlaub macht, muss seine Einkäufe unter Umständen verzollen. Zollfrei aus Nicht-EU-Ländern eingeführt werden dürfen pro Person Waren im Wert  bis 430 €. Daher sollten Sie sicherheitshalber alle Quittungen aufbewahren.

    Beachten Sie vor Urlaubsantritt die allgemeinen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. Das Auswärtige Amt hat außerdem einen „Kleinen Ratgeber für Ihre Urlaubsplanung“ herausgegeben, den Sie kostenfrei nutzen können.

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