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Das war unser Forum Privater Haushalt 2019

Am 27. März lud der Beratungsdienst Geld und Haushalt zu seinem 11. Forum Privater Haushalt nach Berlin ein. Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich zum Thema: „Nachhaltig agierende Verbraucher – auch bei den Finanzen?“.

Nachhaltigkeit bei Finanzentscheidungen
Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, eröffnete die Veranstaltung und gab eine Einordnung zur gesellschaftlichen Bedeutung von „Green Finance“. Er hob außerdem hervor, dass finanzielle Bildung zu einer Schlüsselkompetenz für Verbraucher geworden sei, die Menschen und ihr Vermögen schütze. Deshalb sei es wichtig, dass Verbraucher nicht nur die Möglichkeiten nachhaltiger Anlagen kennen, sondern auch die Risiken, die jede Geldanlage habe.

Im Anschluss referierte Prof. Dr. Christian Klein seinen Fachvortrag zum Thema „Hört bei Geld die Liebe auf? Nachhaltigkeit und Anlageentscheidungen von Verbrauchern“. Er stellte u. a. die Ergebnisse seiner repräsentativen Studie vor, die zeigt, dass nur 4,8 % der Privatanleger schon einmal Nachhaltigkeitskriterien beim Investment berücksichtigt haben. Mehr als 1/4 der Befragten finden nachhaltige Finanzprodukte zwar wichtig, nutzen sie aber nicht, z. B. weil sie sich zu wenig informiert fühlen.

Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, und Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung diskutierten unter dem Titel „Verantwortung tragen – nachhaltig wirken“ die Erwartungen an die Finanzwirtschaft beim Thema nachhaltige Geldanlagen und die Chancen und Risiken bei der Umsetzung. Helmut Schleweis wies darauf hin, dass Sparkassen und Landesbanken bereits die wichtigsten Finanzierer für Projekte der Energiewende seien, warnte aber auch vor zu viel Regulierung und Berichtspflichten. Herr Bachmann verwies auf die Notwendigkeit einer Nachhaltigkeitsstrategie für Unternehmen und stellte klar, dass der Nachhaltigkeitskodex bewusst einfach gehalten sei, damit ihn alle Unternehmen, ob groß oder klein, anwenden können.

 

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Michael Meister, führte in seiner Rede den jüngsten nationalen Bildungsbericht an, der ergab, dass Bildung eine 6%-ige Nachsteuerrendite besitzt. Dr. Meister forderte, die Verbraucherkompetenzen von Kindern und Jugendlichen in der Schule gezielt zu fördern. Denn die Welt von morgen braucht Bildung für mehr Nachhaltigkeit.

Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch e.V., mahnte in seinem Fachvortrag an, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel ernst zu nehmen und wies darauf hin, dass es eine zentrale Fragestellung sei, ob der Finanzmarkt seine Hebelstellung für oder gegen Klimaschutz einsetzt. Christoph Bals prognostizierte, dass die junge Generation zukünftig eine Bank verlangen wird, die ihr Geld auch transformativ anlegt, um den Wandel zur Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Gehört nachhaltigen Geldanlagen die Zukunft?
Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer vielschichtigen Diskussionsrunde zum Thema „Von der Nische ins Rampenlicht – gehört nachhaltigen Geldanlagen die Zukunft?“. Teilnehmer waren: Prof. Dr. Gerhard de Haan, Professor für Zukunfts- und Bildungsforschung an der Freien Universität Berlin; Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch e.V.; Anke Behn, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Bremen sowie Volker Weber, Vorsitzender des Vorstands Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.

Die jährliche Veranstaltungsreihe „Forum Privater Haushalt“ richtet den Fokus auf die besonderen Belange der privaten Haushalte. Das vollständige Programm der Veranstaltung und finden Sie unter Downloads.

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