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Die Kredittilgung ist immer sinnvoller als zu sparen, da Kreditzinsen in der Regel höher sind als Sparzinsen.
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Corona-Krise: Finanzielle Hilfen für private Haushalte

Das Kurzarbeitergeld reicht nicht, der Nebenjob fällt komplett weg und mancher ist sogar arbeitslos geworden – die Corona-Krise bringt für viele Menschen massive Einkommenseinbußen mit sich. Die Kosten für das tägliche Leben, wie Miete, Versicherungen, Einkaufen fallen aber trotzdem an – damit wachsen die Geldsorgen. Die Bundesregierung hat deshalb einige Gesetzesänderungen beschlossen, die schnell helfen sollen. Wir stellen Ihnen die Finanzhilfen vor, die für private Haushalte wichtig sind und erklären, wie Sie sie nutzen können.

Machen Sie dafür am besten vorher einen Kassensturz und schauen Sie, wie viel Geld aktuell reinkommt. Dann schauen Sie, welche Kosten Sie davon bezahlen können und welche nicht. Wenn Sie Zahlungen aufschieben müssen, denken Sie daran: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Planen Sie genau, sonst stauen sich zu viele Zahlungen auf, die Sie später nicht mehr bedienen können.

Hartz IV schneller bekommen

Bei Anträgen auf Hartz IV fallen die Vermögensprüfung und die Prüfung der Mietkosten weg. Damit bekommen mehr Menschen schnelle Hilfe. Die Regelung wurde bis zum 31. März 2021 verlängert. Den Antrag stellen Sie beim Jobcenter an Ihrem Wohnort.

Arbeitslosengeld wird länger gezahlt

Wer schon vor der Corona-Krise arbeitsuchend war, hat gerade jetzt keine besonders großen Chancen, einen Job zu finden. Deshalb gibt es drei Monate länger Arbeitslosengeld I für alle, deren Anspruch zwischen Mai und Dezember 2020 enden würde.

Kinderkrankengeld wird aufgestockt

Vorübergehend erhalten Eltern Kinderkrankengeld für bis zu 20 Tage beziehungsweise 40 Tage für Alleinerziehende. Der Anspruch gilt z.B. auch, wenn das Kind wegen Corona nicht in die Schule oder Kita gehen kann.

Das Kurzarbeitergeld wird aufgestockt

Das Kurzarbeitergeld wird für alle ab dem vierten Monat des Bezugs erhöht: Vom ersten bis dritten Monat gibt es 60 Prozent (bzw. 67 Prozent für Eltern), ab dem vierten Monat 70 Prozent (bzw. 77 Prozent für Eltern) und ab dem siebten Monat 80 Prozent (bzw. 87 Prozent für Eltern). Diese Regelung gilt bis Ende des Jahres 2021. Außerdem können Menschen in Kurzarbeit in einem weiteren Job bis zur bisherigen Einkommenshöhe hinzuverdienen. Und das, ohne dass das Kurzarbeitergeld damit verrechnet wird.

Miete

Die Miete ist oft der größte Posten bei den Ausgaben. Wenn man wegen der Corona-Krise weniger Geld bekommt, kann die Miete zur Belastung werden. Trifft das auf Sie zu, sollten Sie trotzdem versuchen, wenigstens einen Teilbetrag aufzubringen. Sprechen Sie dazu Ihren Vermieter an. Coronabedingte Mietschulden für die Monate April 2020 bis Juni 2020 müssen bis spätestens 30. Juni 2022 zurückgezahlt werden.

Verträge

Für Verträge, wie Riestersparverträge, Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen, Sparpläne usw., können Sie die Zahlungen reduzieren. Beiträge stunden, den Vertrag vorübergehend ruhend stellen (damit erlischt aber der Versicherungsschutz für die Zeit des Ruhens) oder die Beiträge monatlich statt jährlich zu zahlen, verringern die Last etwas. Kündigen Sie Verträge nicht vorschnell.

Kinderzuschlag

Familien mit wenig Geld können den Kinderzuschlag beantragen. Dieser ist für 2022 auf 209 Euro pro Monat und Kind erhöht worden, zusätzlich zum Kindergeld. Ab 1. Juli 2022 gibt es eine weitere Erhöhung um 20 Euro. Den Antrag können Sie online bei der Arbeitsagentur stellen.

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