Verbrauchertipps

 

    Wer Anspruch auf Befreiung oder Ermäßigung beim Rundfunkbeitrag hat und die Anträge nicht regelmäßig gestellt hat, kann dies ab sofort rückwirkend für drei Jahre tun. Voraussetzung ist, dass im vergangenen Zeitraum die Voraussetzungen für eine Befreiung/Ermäßigung gegeben waren. Hohe Beitragsrückstände können damit ausgeglichen werden.

    Wer einen Riester- oder anderen Rentenvertrag abschließen will, kann die Angebote nun besser vergleichen. Seit dem 1. Januar müssen alle Anbieter ein Produktinformationsblatt (PIB) herausgeben. In dem stehen die wichtigsten Details zu Leistungen, Kosten und Risiken des Produktes. Das PIB gibt es einmal mit einer Musterrechnung (ist für den Vergleich am besten) und nach einer Beratung auch individuell auf den Kunden zugeschnitten.

    Eltern, die getrennt von ihren Kindern leben, müssen seit dem 1. Januar 2017 mehr Unterhalt zahlen. Der Mindestunterhalt für Kinder bis 6 Jahre beträgt dann 342 Euro, bis 12 Jahre 393 Euro und bis 18 Jahre 460 Euro. Volljährige Kinder bekommen dann 527 Euro. Die Düsseldorfer Tabelle gibt Auskunft, wie viel Unterhaltspflichtige wirklich zahlen müssen.

    Mehr Geld für Kinder gibt’s seit dem 1. Januar 2017. Fürs erste und zweite Kind gibt’s 192 Euro, fürs dritte 198 Euro und ab dem vieren 223 Euro pro Monat. Der Kinderzuschlag für Eltern mit geringem Einkommen steigt zusätzlich ab Juli 2017 auf 170 Euro pro Kind. Den Antrag stellen Sie bei der Familienkasse der Arbeitsagentur.

    Eine gute Nachricht für die nächste Steuererklärung: Ab 2017 gibt es einen höheren Grundfreibetrag: 8.820 Euro für Singles und 17.640 Euro für Verheiratete werden vom Finanzamt nicht angetastet. Das heißt, Einkommensteuern werden erst oberhalb dieser Grenze erhoben. Für Kinder ist der steuerliche Freibetrag auf 4.716 Euro pro Kind und Jahr erhöht worden.

    Die Pflegebedürftigkeit wird neu definiert. Deshalb ist der Beitragssatz zur Pflegeversicherung ab dem 1. Januar 2017 um 0,2 Prozentpunkte auf dann 2,55 Prozent gestiegen. Kinderlose ab 23 Jahren zahlen einen Zuschlag und kommen damit auf einen Beitragssatz von 2,8 Prozent.

    Seit dem 1. Januar sind die Belastungsgrenzen für die Zuzahlungen zu Rezepten und Behandlungen niedriger. Besonders für chronisch Kranke oder Menschen mit langwierigen Verletzungen bringt das finanzielle Vorteile. Es lohnt sich, übers Jahr alle Quittungen zu sammeln. Sie können online ausrechnen, wie viel Sie im Jahr zuzahlen müssen.

    Zum Jahresanfang: Auch die privaten Finanzen müssen mindestens einmal im Jahr gründlich gesichtet und geordnet werden. Fangen Sie gleich heute an und bereiten Sie die Aufräumaktion gut vor. Hilfreich dafür sind die Ratgeber, Onlineplaner und vor allem die Formularsammlung von "Geld und Haushalt".

    Wir wünschen Ihnen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr! Wir hoffen, dass unsere Spartipps Ihnen helfen, das Beste aus Ihrem Budget zu machen. Und bleiben Sie schön sparsam!

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