Steuern sparen

Das deutsche Steuerrecht ist kompliziert. Damit Sie dem Finanzamt keinen Euro zu viel zahlen, haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt.

    Zinsen, Dividenden, Fondsausschüttungen werden pauschal mit 25 % besteuert, wenn sie über den gesetzlichen Freibeträgen liegen. Die sogenannte Abgeltungsteuer wird von den Geldinstituten einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Die Freibeträge betragen für Alleinstehende 801 €, für Verheiratete 1.602 €. Um Ihren Freibetrag ausschöpfen zu können, müssen Sie der Sparkasse oder Bank einen Freistellungsauftrag erteilen.
     

    Interessant für Rentner und Jugendliche: Wer ein Einkommen hat, das unter dem Grundfreibetrag (2014) von 8.354 € u. 16.708 € (Ehepaare) liegt, muss keine Abgeltungsteuer bezahlen. Dazu muss dem Geldinstitut eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorliegen. Diese kann man beim Finanzamt beantragen.
     

    Wer weniger als 15.000 Euro (Ehepaare: 30.000 Euro) jährlich verdient, bekommt Teile der Abgeltungsteuer wieder, wenn in der Steuererklärung Zeile 4 der Anlage KAP eine „Günstigerprüfung“ beantragt wird. Das Finanzamt rechnet dann aus, ob Ihr Geldinstitut zuviel gezahlt hat und überweist die Differenz.
     

    Die Anforderungen an die Vermögensanlage sind altersabhängig. Senioren haben andere Bedarfe. Insbesondere bei der steuerlichen Beurteilung von Geldanlagen spielt das eine Rolle: So sind viele Produkte, die durch Verlustvorträge steuermindernd wirken sollen, für Rentner nicht geeignet.
     

    Ein Ehepartner arbeitet eine Zeit lang gar nicht oder Teilzeit? Von der richtigen Steuerklassenkombination hängt es ab, ob Sie dem Finanzamt ein zinsloses Darlehen geben oder jeden Monat weniger Steuern zahlen. Durch Beantragung des sog. Faktorverfahrens in der Steuerklassenkombination IV/IV können Eheleute, deren Einkommensunterschiede nicht wesentlich sind, erreichen, dass nicht mehr Lohnsteuer als notwendig einbehalten wird. Welche Steuerklassenkombination in Ihrem Fall die Beste ist, können Sie mit dem Lohn- und Einkommenssteuerrechner des Bundesministeriums für Finanzen ermitteln.
     

    Sie wollen mehr Geld für Ihre Arbeit? Schlagen Sie Ihrer Chefin oder Ihrem Chef vor, alternativ etwas für Ihre Altersvorsorge zu tun. Viele Formen der betrieblichen Altersvorsorge sind für Arbeitgeber und Arbeitnehmer steuerlich begünstigt. Außerdem fallen weniger Sozialabgaben an.
     

    Ausgaben für Weiterbildungen, Büromittel oder das eigene Arbeitszimmer erkennt das Finanzamt nun bis 1.000 € ohne Belege an.
     

    Wer für die Fahrt zur Arbeit mal die Bahn und mal das Auto benutzt, muss nicht mehr tagesweise die Vergleichsrechnung einreichen. Entweder zieht man die Pendlerpauschale ab oder die reellen Kosten für die öffentlichen Verkehrsmittel - je nachdem, was günstiger ist. Nur wenn die Kosten der öffentlichen Beförderung höher sind als die maximale Entfernungspauschale - also 4.500 € - muss ein Nachweis erfolgen.
     

    Eltern können die finanzielle Unterstützung für ihre Kinder, z.B. während des Studiums, steuerlich absetzen. Ab dem 26. Lebensjahr fällt das Kindergeld zwar weg, aber bis zu 8.004 € im Jahr bzw. 667 € im Monat können Eltern als außergewöhnliche Belastung angeben. Grenzen ergeben sich unter anderem bei Vermögen oder eigenen Einkünften der Kinder.

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