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"Geldfresserchen" auf der Spur


Ein Girokonto und ein Haushaltsbuch, viel mehr braucht es nicht, um die Finanzen einer Familie zu ordnen. Und mit den Tipps von Geld und Haushalt kann es jeder schaffen, gut mit dem Einkommen auszukommen.

Die Altmanns sind ratlos. Obwohl beide akzeptabel verdienen, wird es jeden Monat knapp. Für die Reparatur des Autos musste der Dispokredit in Anspruch genommen werden, die bevorstehende Klassenfahrt des Ältesten reißt ein weiteres Loch in die Kasse. Irgendwie müsste man sparen, finden alle Familienmitglieder. Doch keiner weiß ganz genau, wie.
 
So wie den Altmanns geht es vielen Familien. Auf den ersten Blick scheint bei ihnen in Punkto Finanzen alles in Ordnung zu sein. So halten sich bei den Altmanns beispielsweise die Ausgaben für Miete und Wohnnebenkosten im Rahmen. Strom beziehen sie von einem günstigen Lieferanten, im Kühlschrank stehen keine teuren Markenlebensmittel. Doch um herauszufinden, was genau mit dem Einkommen passiert, sollte man genauer hinschauen. Und das klappt nur mit einer sauberen Analyse, sprich: mit einem Haushaltsbuch.
 
Kleine Beträge - Große Wirkung
Ob klassisch auf Papier oder webbasiert im Internet – wie eine Familie Einnahmen und Ausgaben aufschreibt, ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Doch festgehalten werden sollten die Zahlen. Nur so sichert man sich die wichtigen Informationen, die für eine gezielte Budgetplanung nötig sind. Wer seine Ausgaben nur nach Gefühl steuert, gibt oft ungewollt Geld aus. Ein Beispiel: 1,50 Euro für einen Kaffee ist keine große Summe. In jeder Mittagspause getrunken, kommen monatlich immerhin 30 Euro zusammen, die an anderer Stelle vielleicht fehlen.
  
Solch kleinen und großen Geldfresserchen wollen auch die Altmanns auf die Spur kommen. Mit Hilfe des Girokontos verschaffen sie sich zunächst einen Überblick über die Ausgaben. Unterschieden wird dabei zwischen festen und veränderlichen Ausgaben. Mieten, Kreditraten, Abonnements Mitglieds- oder Versicherungsbeiträge, die Grundgebühren fürs Telefon zählen zu den fixen Ausgaben. Unter die variablen Ausgaben fallen zum Beispiel Kosten für Nahrungsmittel, Kleidung, Geschenke oder Benzin.Sind alle Ausgaben aufgelistet, lassen sich Einsparmöglichkeiten leichter erkennen. Die Altmanns staunen, wie viel Geld sie bislang jährlich für Versicherungen ausgeben. Dazu einige Mitgliedschaften, die sie schon längst kündigen wollten, zwei teure Abos... Allein schon bei den fixen Ausgaben kann die Familie also Geld sparen - ohne Einschränkung der Lebensqualität.
 
Budgetplanung leicht gemacht
Bei den veränderlichen Ausgaben liefert das Girokonto ebenfalls wertvolle Infos: Welche Ausgaben wurde bargeldlos beglichen, wie viel Geld hat wer wann abgehoben? Um keine Ausgaben zu vergessen, sollten die Kosten täglich erfasst werden. Nur wer jeden auch noch so kleinen Betrag notiert, stellt sicher, dass nicht plötzlich Lücken im Budget auftauchen. Am besten klappt das, wenn alle Familienmitglieder mitmachen – vorausgesetzt, sie sind alt genug dafür.
Die Altmanns haben sich darauf geeinigt, dass jeder nach Einkäufen für den Haushalt den Kassenbon mitbringt. Wieder machte die Familie eine erstaunliche Entdeckung: Die Pausenbrötchen für Eltern und Kinder wurden an mindestens sechs Tagen im Monat fertig geschmiert beim Bäcker gekauft. Das können wir uns sparen, entschied die Familie und legt dieses Geld jetzt lieber für den Jahresurlaub zurück.
Es ist häufig der kleine Luxus zwischendurch, der sich innerhalb einer Familie zu einem kostspieligen Lebensstandard summiert. Auf der Strecke bleiben dann unter Umständen Wünsche, die alle gemeinsam haben, oder die Notreserve für unvorhersehbare Ereignisse. Es lohnt sich deshalb, die eigenen Konsumgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen.
 
Den Überblick bewahren
Der „Budgetkompass für die Familie“ enthält viele nützliche Tipps, mit dem sich Einnahmen und Ausgaben ins Gleichgewicht bringen lassen. Die Broschüre kann kostenlos bestellt werden bei Geld und Haushalt, Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe, RatgeberService Telefon 0180 1 547490 oder im Internet unter www.geld-und-haushalt.de.

 

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