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Versichert nach Maß


Jeder der über 80 Millionen Deutschen gibt jährlich mehr als 2000 Euro für Versicherungen aus. Das ist eine Menge Geld - doch wird es auch richtig investiert? Eine Prüfung ist angesagt!

Immer noch werden etwa 150 Millionen Euro in Insassenunfallversicherungen gezahlt, obwohl diese Zusatzversicherung mittlerweile praktisch überflüssig geworden ist. Denn sie greift nur, wenn kein Unfallverursacher ermittelt werden kann. Ähnlich verhält es sich bei Reisegepäckversicherungen. Der Grund: Sie unterliegen sehr strengen Sorgfalts- und Verhaltensregeln, Koffer dürfen keine wertvollen Inhalte haben und die Gepäckstücke sind zum Teil schon über die Hausratversicherung versichert. Auf der anderen Seite sind elementar wichtige Versicherungen wie etwa Haftpflicht- oder Berufsunfähigkeitspolicen immer noch keine Selbstverständlichkeit in allen Privathaushalten. Und das, obwohl ein Haftpflichtschaden oder Berufsunfähigkeit vor allem in jungen Jahren unter Umständen den persönlichen Ruin bedeuten kann.

Wer seine Lebensrisiken vernünftig absichern will, sollte deshalb ein paar Grundregeln kennen:

  • Beachten Sie das "GAU-Prinzip", den "Größten anzunehmenden Unfall". Das bedeutet, dass Existenz bedrohende Risiken unbedingt versichert werden sollten. Dazu gehören Tod, Invalidität und Haftpflicht.
  • Kleinere Risiken zu versichern, ist Luxus. Wollen und können Sie sich diesen leisten? Gibt es Möglichkeiten, das Geld besser anzulegen?
  • Ein passendes Versicherungsportfolio ist nicht in Stein gemeißelt. Lebenssituationen ändern sich - und damit auch die Risikosituationen: zum Beispiel bei einer beruflichen Veränderung, bei Familiengründung, dem Bau eines Eigenheims.
  • Prüfen Sie regelmäßig - am besten jährlich - Ihren Versicherungsbestand. Stimmen Preis und Leistung noch, oder gibt es inzwischen attraktivere Angebote? Ein Versicherungspaket muss nicht nur zu Ihrer Risikosituation, sondern auch in Ihr Haushaltsbudget passen!
     
  • Achten Sie bei Abschluss einer Versicherung auf die Laufzeiten. Versicherungen (außer Lebens- oder Krankenversicherungen) haben inzwischen nur noch eine Laufzeit von max. drei Jahren. Je kürzer die Laufzeit, umso flexibler können Sie handeln.
  • Bei Sachversicherungen können nach einem Schadensfall beide Seiten die Versicherung innerhalb eines Monats nach Ende der Verhandlungen außerordentlich kündigen. Dieses Recht haben Versicherte  auch dann, wenn der Versicherer  den Beitrag erhöht, ohne die Leistungen zu verbessern.

Mehr Informationen
Der neue Ratgeber "Versichern mit Maß"
von Geld und Haushalt - Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe gibt Tipps, wie man dabei am besten vorgeht. Er hilft Privathaushalten, ihr Versicherungspaket zu prüfen und gegebenenfalls neu zu schnüren. Und er zeigt auf, welche Versicherungen je nach Lebensphase und persönlicher Situation typischerweise empfohlen werden können, was man speziell als Eigenheimbesitzer oder Selbstständiger berücksichtigen sollte und worauf bei Versicherungsverträgen zu achten ist. Zudem gibt der Ratgeber einen Überblick über die geläufigsten Versicherungsarten.
Die Broschüre kann kostenlos bestellt werden bei Geld und Haushalt - Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe, RatgeberService, Telefon 0180 1 547490 oder unter www.geld-und-haushalt.de.

 

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