Ein großer Sprung für mich ...


Berlin, Juni 2009. Neu - der Budgetkompass für junge Haushalte.

... aber ein kleiner Schritt für die Menschheit. Mit dieser Umkehrung des legendären Zitats von Neil Armstrong bei der Mondlandung 1969 lässt sich vortrefflich die Herausforderung beschreiben, vor der Jahr für Jahr zigtausend junge Menschen stehen. Der Schritt weg von der "Rundum-Versorgung" im elter-lichen Zuhause hin in den ersten eigenen Haushalt ist alles andere als einfach. Denn in der Regel fehlt es jungen Menschen an Erfah-rung im eigenverantwortlichen Umgang mit einem Haushaltsbud-get und in Fragen der Haushaltsorganisation. Nicht selten müssen gerade deshalb junge Haushalte in den frühen Jahren erste finanzielle Krisen überstehen. Die Gefahr, sich zu überschulden, ist in dieser Lebensphase deutlich erkennbar - so zumindest das Fazit einschlägiger Untersuchungen zur Überschuldung privater Haushalte in Deutschland.

WOHIN GEHT DIE REISE?
Gerade deshalb sollten junge Menschen beim Auszug von zuhause bei der Gründung des eigenen Haushaltes gezielt vorgehen. Dies fängt schon bei der Vorbereitung des Auszugs an: Wohin geht die Reise? Muss ich an einen ganz neuen Ort ziehen? Was weiß ich darüber? Will ich alleine wohnen oder kommt auch eine Wohngemeinschaft in Betracht?
Vor dem Einzug in die eigenen vier Wände entstehen im Normalfall erst mal einmalige Kosten wie z. B. die Maklercourtage oder die Kaution. Da ist schon vor dem Umzug oft eine Menge Geld weg. Und die in den Wohnungsanzeigen angegebene "Kaltmiete" ist im wahrsten Sinne des Wortes nur die halbe Miete. Da kommt noch einiges an sogenannten "Nebenkosten" hinzu. Die Angaben, die Vermieter beispielsweise zu den Heizkosten machen, sind Schätzwerte. Werden Sie zu niedrig angesetzt, ist bei der Jahresabrechnung ein böses Erwachen in Form einer hohen  Nachzahlung programmiert. Im Durchschnitt sind heutzutage insgesamt rund 10 Euro Wohnkosten pro Quadratmeter Wohnfläche anzusetzen, somit kostet eine 40 qm-Wohnung meist schon rund 400 Euro.

KASSENSTURZ UND BUDGETPLANUNG
Vor der Haushaltsgründung sollte auf jeden Fall ein Kassensturz stehen. Gibt es Ersparnisse? Reichen die finanziellen Rücklagen für den Start aus - also für Möbel, Renovierung etc.? Gibt es eine Unterstützung durch die Eltern oder muss eventuell ein Kredit aufgenommen werden? Sind diese Fragen geklärt, geht es darum, die zukünftige Einnahmen- und Ausgabensituation realistisch zu erfassen. Dazu muss man wissen, was was eigentlich kostet. Bei vielen Fragen können Eltern oder Freunde, die schon einen eigenen Haushalt führen, helfen. Wer prüfen will, ob er in seinen Einschätzungen richtig liegt, kann sein Wissen im Internet auf den Prüfstand stellen. Unter www.was-was-kostet.de erfährt man in einem Schnelltest, was man beispielsweise für Strom, Telefon, eine Haftpflichtversicherung oder die Rundfunkgebühren ansetzen muss.
Ein Monatsbudget aufzustellen, das die eigenen Vorstellungen und Ansprüche mit den finanziellen Rahmenbedingungen in Einklang bringt, ist alles andere als Spielerei. Zunächst müssen alle Ausgabenbereiche erfasst und bewertet werden. Dazu gehört u. a. auch die Frage, welche Ausgaben unvermeidbar sind, aber auch die Prüfung des Versicherungsschutzes. Der Schlüssel zu einem guten Auskommen mit dem Einkommen liegt darin, jeden einzelnen Ausgabenbereich so günstig wie möglich zu gestalten.



Budget-Kompass
Geld und Haushalt - Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe, hat jetzt einen neuen Ratgeber aufgelegt,  der jungen Menschen hilft, den Schritt in die Selbst-ständigkeit auch finanziell zu verkraften. 
Der "Budgetkompass für junge Haushalte" kann kosten-los im Internet unter www.geld-und-haushalt.de oder telefonisch unter 0180 1 547490 bestellt werden.


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