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50 Jahre Geld und Haushalt


Hausfrauen in geblümten Schürzen sind selten geworden, auf den Straßen fahren keine VW-Käfer mehr und Wäschesprenger gehören zum alten Eisen ...

„Diesen Betrag hättest du besser für die Winterkartoffeln, für das Einkellern von Äpfeln oder für die Weichnachtsbäckerei zurückgelegt“, hieß es im ersten Haushaltsbuch der Zentralstelle für rationelles Haushalten, die sich mit Einkauftipps, Rezeptvorschlägen aber auch mit Ideen zur täglichen Gymnastik an die „moderne Hausfrau“ richtete.

Fünfzig Jahre sind seitdem vergangen - aus der „Zentralstelle“ wurde Geld und Haushalt - Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe. Hausfrauen in geblümten Schürzen sind selten geworden, auf den Straßen fahren keine VW-Käfer mehr und Wäschesprenger gehören zum alten Eisen. Geld und Haushalt ist jedoch geblieben und Schritt für Schritt mit der Entwicklung der Privathaushalte in Deutschland gewachsen.

Die Gründung der Zentralstelle für rationelles Haushalten im Jahr 1958 fiel in eine Zeit des wirtschaftlichen Booms, in der Vollbeschäftigung normal und der „Solidarvertrag zwischen den Generationen“ gerade geschlossen worden war. Die gerade erst gewonnene Freiheit brauchte aber auch mündige Bürger, die sich in der rasch wachsenden Marktwirtschaft zurechtfinden. Schon damals galt die Maxime: Frühzeitig Bildungsarbeit leisten, um die wirtschaftliche Kompetenz der Privathaushalte nachhaltig zu stärken. 

Der Trend, sich was leisten zu wollen, setzte sich in den sechziger und siebziger Jahren fort:  z. B. der Urlaub mit der Familie, das Eigenheim, eine qualifizierte Ausbildung… Dazu war der richtige Umgang mit den eigenen Finanzen unerlässlich. Der Beratungsdienst  bemühte sich in diesen Jahren besonders um aufklärende Spar- und Konsumberatung. So war 1970 in einem Ratgeber zu lesen: „Wenn aus „Teenagern“ „Twens“ werden … muss man sich ‚freischwimmen’ – im privaten Leben wie im Beruf. … Wer sich auf dem Sparkassenbuch eine Rücklage schafft, kann damit sein berufliches Fortkommen fördern, die Einrichtung der Wohnung oder die Aussteuer finanzieren. Das Sparkassenbuch kann aber auch zu einer Zapfstelle für die Ferienfahrt oder das Hobby werden.“

In den frühen Achtzigern ergreift Deutschland eine erste „grüne Welle“. Neben Tipps zu gesunder Ernährung und Ratschlägen wie Müll und Schmutz vermieden werden kann, widmet sich der Beratungsdienst in diesen Jahren aber auch der Aufklärungsarbeit im Kredit- und Schuldenbereich. Später dann kam die Deutsche Einheit - ostdeutsche Haushalte mussten im Zeitraffer Erfahrungen sammeln, die sich in den alten Bundesländern über Jahre hingezogen hatten. Zweifelhafte Finanzberater versuchten die anfänglichen Informationsdefizite der Menschen in Ostdeutschland auszunutzen. Geld und Haushalt reagierte mit entsprechenden Warnungen.

Der Beginn des neuen Jahrtausends stand schließlich ganz im Zeichen des Euro, der 2002 offizielles Zahlungsmittel wurde. Um sich frühzeitig an die neue Währung zu gewöhnen, entwickelte Geld und Haushalt  gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium unter anderem den „Euro-Budgetplaner“.

Die Herausforderungen für die Menschen sind beileibe nicht weniger geworden. Deshalb ist die Gründungsidee des Beratungsdienstes, Verbraucher bei der privaten Budget- und Finanzplanung zu unterstützen, immer noch hoch aktuell. Weil konzeptionelle Modernität immer Teil des Erfolgs war, setzt Geld und Haushalt heute ein breitgefächertes multimediales Angebot ein. Mit den Broschüren und Softwareangeboten des RatgeberService, sowie mit der BudgetAnalyse, dem VortragService und dem Internetauftritt www.geld-und-haushalt.de weist es Verbrauchern den Weg für eine nachhaltige finanzielle Lebensplanung.

Der Beratungsdienst will auch jungen Menschen helfen, finanziell mündig zu werden. Zu diesem Zweck bietet Geld und Haushalt speziell auf die Bedürfnisse Jugendlicher angepasste Broschüren sowie einen Handy-Taschengeldplaner an. Die ersparen dem Nachwuchs nicht nur manchen Ärger mit den Eltern, sondern schulen sie schon in jungen Jahren im Umgang mit Geld.

Auch im Jubiläumsjahr 2008 bietet Geld und Haushalt - Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe allen Verbrauchern ein umfangreiches Informationsangebote an. Einen Überblick über alle kostenlosen Services gibt es im Internet unter www.geld-und-haushalt.de oder unter 01801-547490.


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