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Auf der "Zielgeraden" zur Rente


Berlin, November 2006. Altersvorsorge mit 55: Gemächlicher Schritt oder rasanter Spurt bis zum Rentenbeginn?

Zehn Jahre vor der Rente ist in punkto private Altersvorsorge alles gelaufen. Wer so denkt, sollte den Lebensabschnitt „55 plus“ systematisch geplant haben und auf den Ruhestand gut vorbereitet sein. Andernfalls könnten finanzielle Probleme im Alter die Folge sein. Mit 55 Jahren biegen angestellte Arbeitnehmer auf die Zielgerade zur Rente ein. Ob sie die verbleibenden zehn Jahre bis zum Rentenbeginn gemächlichen Schrittes weitergehen können oder ob sie mit einem Endspurt versuchen sollten, verlorene (Vorsorge-)Zeit aufzuholen – darüber gibt eine möglichst umfassende Analyse der finanziellen Verhältnisse Auskunft.

Geld und Haushalt - Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe empfiehlt in seinem neuesten Ratgeber „Budgetkompass 55 plus“ eine Analyse in vier Schritten: Im ersten gilt es, die wichtigsten Ereignisse und Themen auszumachen, die in den nächsten Jahren die persönliche, finanzielle Situation beeinflussen können. Dazu gehören die Einschätzung beruflicher Perspektiven und daraus resultierende finanzielle Konsequenzen. Im Positiven wäre dies ein höheres Einkommen durch Beförderung oder Gehaltserhöhung – im Negativen das Risiko arbeitslos zu werden. Weitere Stichworte zur finanziellen Situation sind unter anderem: Erbschaft und Schenkungen, das Auslaufen von Altersvorsorge- oder anderen Sparverträgen sowie möglicher Kredite etwa zur Baufinanzierung. Komplettiert wird der erste Analyseschritt durch die Berücksichtigung persönlicher Vorstellungen etwa bei Konsumgewohnheiten und Urlaubswünschen.

Im zweiten Schritt gilt es, anhand der aktuellen Ausgaben zu ermitteln, welcher Finanzbedarf bei Renteneintritt und in den folgenden Jahren bestehen wird. Welche Ausgaben werden wegfallen, welche werden steigen? Schritt drei bilanziert die regelmäßigen Einnahmen, die aus staatlicher, betrieblicher und privater Rente zu erwarten sind. Und mit dem vierten Schritt wird schließlich das sonstige Vermögen erfasst. Dabei sollte auch die Frage beantwortet werden, ob oder in welchen Teilen das Vermögen vermehrt, verbraucht oder vererbt werden soll. Zur individuellen Erarbeitung aller vier Schritte enthält der Ratgeber übrigens detaillierte Checklisten und Tabellen.

Die Auswertung des in den vier Schritten Zusammengetragenen kann zu drei Szenarien führen: Zu einem deutlich negativen Endergebnis, also einer Unterdeckung. Das heißt, die gesicherten Renteneinkünfte samt Vermögen reichen nicht aus, um das angestrebte Versorgungsniveau zu decken. Szenario zwei ist im Ergebnis ausgeglichen oder leicht negativ. Hier geht die bisherige Vorsorgestrategie zwar annähernd auf, doch die Risiken sind noch nicht gebannt. Und Szenario drei steht für ein absolut positives Endergebnis – eine Überdeckung.

Bei allen drei Szenarien empfehlen die Experten vom Beratungsdienst Geld und Haushalt die „Zielgerade“ ab 55 für eine Optimierung der Geldanlagen zu nutzen – am meisten natürlich, wenn die Versorgungssituation eng ist. Welche Grundregeln dabei zu beachten sind und welche Themenfelder für die Vorbereitung auf den Ruhestand noch wichtig sind, können interessierte Leserinnen und Leser im „Budgetkompass 55 plus“ nachlesen.
Er kann kostenlos bei Geld und Haushalt - Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe unter der Rufnummer 0 18 01 - 54 74 90 oder im Internet unter www.geld-und-haushalt.de bestellt werden.

(Quelle: nordpress, November 2006.)

 

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