"Nachhaltig - was meinen Sie damit?"

Die eigene Balance zwischen Umweltbewusstsein und Haushaltsbudget finden ... nachhaltig konsumieren und leben.


Berlin, Juli 2009.  Hand auf's Herz: Leben und Konsumieren Sie nachhaltig? Wie groß ist der "Ökologische Rucksack", den Sie durch Ihren Lebensstil produzieren?

Zwei Fragen, die kaum ein Verbraucher beantworten kann, sondern meist mit der Gegenfrage kontert: „Nachhaltig - was meinen Sie damit?“
Nachhaltig zu leben und zu konsumieren bedeutet, bewusst einzukaufen - mit dem Ziel: Die Belastung der Umwelt und den Einsatz von Rohstoffen, den so genannten „Ökologischen Rucksack“ und die CO2-Bilanz, möglichst gering zu halten. Also einkaufen im Bioladen - ein weit verbreiteter Irrtum. Bioladen kann, muss aber nicht sein. Denn nachhaltig zu leben bedeutet, eine eigene Balance zwischen Ökonomie und Ökologie - also dem Haushaltsbudget und dem Umweltbewusstsein - zu finden.

Die Macht der Gewohnheit, eine gute Portion Spontanität aber auch Gedankenlosigkeit prägen den individuellen Lebensstil. Diesen nachhaltig auszurichten heißt nicht, ihn als „gut“ oder „schlecht“ zu bewerten. Entscheidend ist vielmehr das Herausarbeiten persönlicher Prioritäten wenn es darum geht verantwortungsvoller zu leben.
Das theoretische Wissen dazu vermittelt der neue Ratgeber „Mein Öko-Haushaltsplaner“, herausgegeben von Geld und Haushalt - Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe. Mit Checklisten kann der Leser auch praktisch den aktuellen Stand in punkto Nachhaltigkeit für seinen Haushalt ermitteln, Empfehlungen ableiten und umsetzen. Das beginnt bei der Ernährung, geht über das Einkaufsverhalten, die Bevorratung und Verschwendung von Lebensmitteln bis zu Bereichen wie Kleidung, Haushaltstechnik, Energiesparen und Mobilität.

Aus ihrer praktischen Erfahrung als Referentin beim VortragService von Geld und Haushalt weiß Ursula Zörnig-Rische: „Die Umstellung fällt am leichtesten, wenn man mit einem Bereich beginnt und beispielsweise die Ernährung verändert oder häufiger auf das Auto verzichtet und mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln fährt.“
Für die Ernährung lautet ihre Nachhaltigkeitsmaxime: Weniger Fleisch- und Wurstwaren verzehren, denn ihre Produktion ist ebenso wie die Herstellung von zuckerhaltigen Lebensmitteln sehr energieintensiv und belastet die CO2-Bilanz. Und: Den Speiseplan auf saisonale Produkte aus der Region abstimmen. Für den Einkauf bei Handelsketten und Discountern empfiehlt die Diplom-Oecotrophologin: „Nur Obst und Gemüse aus Deutschland oder den benachbarten europäischen Ländern kaufen, denn Produkte aus afrikanischen oder südamerikanischen Ländern haben aufgrund des langen Transportweges eine schlechte Umweltbilanz.“
 
Eine nachhaltig geprägte Ernährungsweise sorgt vordergründig für Gesundheit und Wohlbefinden und hat meist nur einen geringen Spareffekt. Dieser fällt allerdings meist sehr deutlich beim bewussten ökologischen Konsum im Umgang mit Strom und Heizung aus. Wer Stromfresser konsequent vom Netz nimmt, den Kühlschrank nicht zu kalt einstellt, Lampen durch Energiesparleuchten ersetzt und richtig lüftet schont die Haushaltskasse merklich. „Einige Städte verschenken sogar Energiesparlampen, um einkommensschwache Haushalte zu unterstützen“, weiß die Ursula Zörnig-Rische. Die Kontaktadressen und weitere detaillierte Nachhaltigkeits- und Spar-Tipps dazu liefert der Ratgeber „Mein Öko-Haushaltsplaner“.

Von Eltern und Großeltern lernen
Junge, konsumfreudige Bevölkerungsgruppen, so die Erfahrung der Expertin, tun sich eher schwer damit, ihre Lebensgewohnheiten zu überdenken und zu verändern - vor allem, wenn für sie kein direkter persönlicher Nutzen zu erkennen ist. Ältere Bevölkerungsgruppen dagegen, die die Entbehrungen des Krieges und der Nachkriegsjahre noch kennen, leben sparsamer und konsumieren nachhaltiger - so die Erfahrung von Ursula Zörnig-Rische. Das gelte vor allem für die Bereiche Ernährung, Energiesparen und Ressourcenplanung, da Kleidung und Geräte wieder Instand gesetzt und nicht einfach weggeworfen werden, wenn sie einen Defekt haben.
„Verbrauchern, die nur über wenig hauswirtschaftliche Kenntnisse verfügen, fällt es deutlich schwerer, ihren Haushalt nachhaltig zu organisieren und zu gestalten“, weiß die Expertin.

Aber: Zum Lernen ist es nie zu spät! Und wer weder Eltern noch Großeltern als Vorbild nehmen oder um Rat fragen kann, dem hilft „Mein Öko-Haushaltsplaner“, von Geld und Haushalt - Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe. Der allgemein verständliche, werbefreie Ratgeber kann auf der Homepage www.geld-und-haushalt.de oder telefonisch unter 0180 1 - 547490 kostenlos bestellt werden.


Ursula Zörnig-Rische zählt zum bundesweiten Referentenkreis des VortragService von Geld und Haushalt - Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Diplom-Oecotrophologin und ausgebildete Wirtschafterin hält in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen Vorträge zur Finanz- und Haushaltsplanung mit knappem Budget oder Kinder und ihr Umgang mit Geld. Weitere Themenfelder sind die Nachhaltigkeit und der Klimaschutz im häuslichen Bereich. (Quelle: nordpress, Juli 2009)
                                                        

 zoernig-rische-ar 

 

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