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Nicht nur für Jugendliche: Das Haushaltsbuch im Handy


Berlin, Mai 2006. Finanzen im Griff: neuer Handy-Taschengeldplaner schafft Überblick / Kostenfreier Software-Download

Lucas (12) weiß immer ganz genau, wie viel Geld er bar in der Tasche und auf dem Taschengeldkonto hat – obwohl er sich seine Ausgaben nicht notiert. „Wenn ich so gut wie kein Geld ausgebe, weil ich für eine Spielkonsole spare, kann ich auch nicht den Überblick verlieren“, sagt er. Ganz anders sein Bruder Marco (14). Bei ihm herrscht meist Ebbe in Portemonnaie. Wo sein Geld bleibt, kann er nicht wirklich sagen. Beide Jungs nutzen seit kurzem den neuen, kostenlosen Handy-Taschengeldplaner der Sparkassen-Finanzgruppe und wollen so ihre Finanzen (noch) besser im Blick behalten. 

Was das Geld ausgeben betrifft, sind Lucas und Marco typisch: „Drei Viertel aller Jugendlichen gehen planvoll mit ihrem eigenen Geld um“, sagt Kathrin Wirz von „Geld und Haushalt“ im Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV). „Allerdings haben verschiedene Umfragen auch ergeben, dass etwa ein Viertel der Jugendlichen kontinuierlich von der Hand in den Mund lebt.“ Das trifft auch auf Marco zu. Versuche, sich die Ausgaben aufzuschreiben um so per Monatsende, Quartal, Halbjahr oder gar nach einem Jahr nachvollziehen zu können, wie viel Geld er wofür ausgibt, sind kläglich gescheitert. „Wer trägt schon immer so ein uncooles Notiz- oder ‚Ausgabenbuch’ mit sich herum!“, sagt der Teenager.

Genau an diesem Punkt setzt der Beratungsdienst mit dem Handy-Taschengeldplaner an. „Die neueste Jugend-, Informations- und Media-Studie belegt: 92 Prozent der 12- bis 19-Jährigen besitzen ein eigenes Mobiltelefon. Bei den jungen Erwachsenen sind es sogar nahezu 100 Prozent“, betont Kathrin Wirz und ergänzt: „Das Handy ist das Kommunikationsmedium der Jugendlichen, das sie auf Schritt und Tritt begleitet, das handlich und leicht zu bedienen ist und eben nicht so ‚uncool’ wirkt wie ein Notizheft.“ In der Anwendung konzentriert sich der Handy-Taschengeldplaner auf die wesentlichen Budgetplanungs- und Kontrollfunktionen: das Erfassen und Gegenüberstellen von Einnahmen und Ausgaben, Sparzielen und Sollwerten. Ergänzt werden diese durch die Kategorien „Geliehen“ und „Verliehen“ – beispielsweise von CDs, Computerspielen oder Büchern – in denen mit einem Klingelton an den Rückgabetermin erinnert werden kann. Ob am Ende des Tages, der Woche oder des Monats – wer seine Ausgaben sofort ins Handy „einpflegt“, kann jederzeit per Tastendruck und mit einem Blick aufs Handy feststellen, wie seine Finanzen stehen.

Der Handy-Taschengeldplaner, den die Budgetexperten von „Geld und Haushalt“ mit den Bonner Applikationsspezialisten 11com7 entwickelt und umgesetzt haben, basiert auf einer javafähigen Software, die derzeit von rund 100 Handytypen unterstützt wird. Unter www.geld-und-haushalt.de kann der Taschengeldplaner kostenlos aus dem Internet auf den PC heruntergeladen und dann mit Hilfe eines Datenkabels, einer Infrarotschnittstelle oder via Bluetooth auf das Handy überspielt werden. Da man auf aufwendige Animationen verzichtet hat, benötigt der Taschengeldplaner nur rund 100 kB Speicherkapazität auf dem Handy.

Lucas und Marco sind mitten im Alltagstest. Marco hat sich angewöhnt, seine Ausgaben ganz konsequent sofort ins Handy einzutragen und kommt nach vier Wochen zu dem Ergebnis: Drei Mal hat er in nur einem Monat seinen Freunden ein Eis spendiert. „Ich dachte nicht, dass das so oft war“, resümiert er und ergänzt: „Jetzt sind mal die anderen dran.“ Für Lucas war der Aufwand sehr übersichtlich: Drei Ausgaben musste er im letzten Monat im Handy-Taschengeldplaner notieren. „Das heißt: In zwei Monaten habe ich das Geld für die Spielkonsole zusammen“, freut sich der Sparfuchs.

(Quelle: nordpress , 16.05.2006)

 

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